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SGD Süd entlastet Terrag

 Die Staubwolke vom vergangenen Mittwoch. Foto: privat
Die Staubwolke vom vergangenen Mittwoch. Foto: privat FOTO: privat
Zweibrücken. Nach dem Staubzwischenfall an der Konditionierungsanlage auf der Mörsbacher Mülldeponie letzten Mittwoch gegen 15 Uhr hat die Aufsichtsbehörde SGD Süd jetzt die Darstellung von Terrag bestätigt. Der Betreiber der Anlage hatte direkt nach dem Zwischenfall erklärt, der Betrieb sei einwandfrei gewesen, der Deckel eines Anlieferlasters aber beschädigt. Das sieht die SGD Süd nach Auskunft von Sprecherin Nora Schweikert auch so. Zunächst hatte die Behörde dies nicht bestätigen und selbst Prüfungen durchführen wollen. Nun sei klar, dass der ausgetretene Staub aus der Verbrennung von kommunalem Klärschlamm stamme und als ungefährlicher Filterstaub deklariert sei. Schweikert: "Die Deklarationsanalyse liegt der SGD vor." Eric Kolling

Nach dem Staubzwischenfall an der Konditionierungsanlage auf der Mörsbacher Mülldeponie letzten Mittwoch gegen 15 Uhr hat die Aufsichtsbehörde SGD Süd jetzt die Darstellung von Terrag bestätigt. Der Betreiber der Anlage hatte direkt nach dem Zwischenfall erklärt, der Betrieb sei einwandfrei gewesen, der Deckel eines Anlieferlasters aber beschädigt. Das sieht die SGD Süd nach Auskunft von Sprecherin Nora Schweikert auch so. Zunächst hatte die Behörde dies nicht bestätigen und selbst Prüfungen durchführen wollen. Nun sei klar, dass der ausgetretene Staub aus der Verbrennung von kommunalem Klärschlamm stamme und als ungefährlicher Filterstaub deklariert sei. Schweikert: "Die Deklarationsanalyse liegt der SGD vor."

Ein vergleichbarer Vorgang sei Terrag innerhalb von deren 14-jähriger Betriebspraxis nicht bekannt. Die sofortigen Reaktionen des anwesenden Betriebspersonals seien nach bisheriger Einschätzung der SGD Süd nicht zu beanstanden und hätten "zu einer schnellstmöglichen Beendigung der Stofffreisetzung geführt". Niemand sei zu Schaden gekommen, "die persönliche Schutzausrüstung war vorschriftsmäßig im Einsatz".

Auch sei die SGD Süd unverzüglich durch die Geschäftsführung über den Vorfall informiert worden. Terrag habe angekündigt, sich ab sofort - über die rechtlich festgelegten, technischen Anforderungen an den zugelassenen Transportfahrzeugen sowie die Qualifikationen des Fahrpersonals hinaus - die bestmögliche Wartung der Fahrzeuge und auch die entsprechende Sensibilisierung und Schulung der Fahrer nachweisen zu lassen - mit Konsequenzen auf weitere Auftragsvorgänge.



Technische Änderungen an den Entladevorrichtungen der Terrag-Anlage seien bislang nicht erkennbar notwendig, so Schweikert abschließend.