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SGD bestätigt Staub-Austritt an Konditionierungsanlage

Zweibrücken. Die Firma Terrag hat ihren Antrag für die Behandlung gefährlicher Stoffe in der Konditionierungsanlage auf der Zweibrücker Mülldeponie noch nicht zurückgezogen. Das teilte gestern die für das Genehmigungsverfahren zuständige Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd in Neustadt mit. Lutz Fröhlich

"Wir werden Terrag auffordern, gegenüber der Genehmigungsbehörde SGD Süd eine eindeutige Verfahrenserklärung abzugeben", kündigte SGD-Sprecherin Nora Schweikert am späten Nachmittag auf Merkur-Nachfrage an. Die Willenserklärung von Dienstag gegenüber Presse und Stadt (wir berichteten) reiche verfahrensrechtlich nicht aus. Die Terrag war für eine Stellungnahme nicht mehr erreichbar.

Was sagt die SGD zu den wiederholten öffentlichen Vorwürfen Mörsbacher Bürger, die Stäube würden in der Konditionierungsanlage so unzureichend gebunden, dass es danach beim Transport zur Deponierung staube, wenn die offenen Kipper über Schlaglöcher fahren? Wurde dies bereits kontrolliert? Nora Schweikert antwortet: "Der SGD Süd ist bekannt, dass es zu Beginn des Probebetriebs im unmittelbaren Umfeld der Konditionierungsanlage gelegentlich zu Staubbelastungen gekommen ist. Die SGD Süd wird in Zusammenarbeit mit dem UBZ und Terrag dafür sorgen, dass Staubemissionen künftig vermieden werden." UBZ-Vize Eckart Schwarz betont auf Anfrage: "Das Problem hat es nur an ein, zwei Tagen Anfang Januar gegeben, als die Anlage in Betrieb genommen und programmiert worden ist."

Wie werden die Stäube vor der Anlage kontrolliert? Schweikert: "Die Kontrolle der angelieferten Stoffe erfolgt täglich und fortlaufend über die Deponie-Eingangskontrolle. Die SGD Süd führt in unregelmäßigen Zeitabständen unangekündigte Deponiekontrollen durch. Die Begleitscheinkontrolle und die Zertifizierung von Auslandsanlieferungen erfolgt über die SAM (Sonderabfall-Management GmbH). Bezüglich der von Terrag angelieferten Stoffe hat es bisher keine Beanstandung gegeben." > Seite 18