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Merkur-Serie Kitas in Zweibrücken
Ein Zuhause für „Bienchen“ und „Käfer“

In der Kinderkrippe „Apfelbäumchen“ fühlen sich die kleinen Besucher sehr wohl.
In der Kinderkrippe „Apfelbäumchen“ fühlen sich die kleinen Besucher sehr wohl. FOTO: cvw / Cordula von Waldow
Zweibrücken. In den Zweibrücker Kindertageseinrichtungen werden die Weichen für den Nachwuchs mitgestellt. Und das überall mit anderen Schwerpunkten und Besonderheiten. In einer Serie stellt der Merkur die rund 20 Einrichtungen in der Rosenstadt vor. Heute: die Kinderkrippe Apfelbäumchen. Von Cordula von Waldow

Die städtische Kinderkrippe „Apfelbäumchen“ gegenüber der Breitwiesenschule in Ixheim feiert im kommenden Jahr ihr 25-jähriges Jubiläum. So lange schon werden hier in zwei Gruppen bis zu 20 Kinder zwischen einem und drei Jahren liebevoll betreut und in ihrer Entwicklung gefördert. „Das ist ein besonders prägendes Alter, in dem die Grundlage geschaffen wird, wie ein Kind später im Leben zurecht kommt“, sind sich Krippenleiter Werner Wagner und sein Team bewusst.

Deshalb legen die Erzieher großen Wert auf eine sanfte Eingewöhnungszeit, in der ein Elternteil dem Kind beim Vertrauensaufbau hilft. „Das ist wichtig, damit wir die Kinder auch trösten können, wenn dann die Eltern fortgehen“, erklärt Werner Wagner. Als sehr wohltuend empfinden dabei die Eltern und auch die Kinder, dass die beiden Krippengruppen in Wohnungen mit Küche, Badezimmer, Schlafzimmer und Spielraum untergebracht sind, fast wie zu Hause.

Der Morgen beginnt ab sieben Uhr mit dem gemeinsamen Frühstück in der Bienchengruppe im Erdgeschoss, bis sich die „Kleinen Käfer“ in ihre obere Etage begeben. Hier wird gespielt und getobt, gesungen, gemalt und gebastelt. Musik und Rhythmus spielen eine große Rolle im täglichen Geschehen. Es werden Lieder gesungen, Singspiele gemacht und dazu wird von den Kindern mit Begeisterung zugehört und geklatscht, wobei die „Großen“ schon ein wenig mitsingen. Auch lieben die Kleinen die vielen Bilderbücher. „Kommt ein Kind mit einem Buch, nehmen wir es auf den Schoß und schauen es gemeinsam an“, berichtet der Krippenleiter. Hierbei bekommt das Kind Zuwendung und es wird ihm ein Gefühl von Geborgenheit gegeben. Und ganz nebenbei lernt das Kind noch vieles aus dem Inhalt der Bücher.



Die Individualität und die Einzigartigkeit jedes Kindes steht im Mittelpunkt. „Ich handle situationsorientiert und oft intuitiv“, erklärt der erfahrene Pädagoge, der sich, wie alle im Team, regelmäßig selbst reflektiert und permanent fortbildet. Als sehr wichtig wird erachtet, die Stärken des Kindes zu erkennen und zu fördern um somit positiv auf die Gesamtentwicklung der Persönlichkeit einwirken zu können. Auf diese Weise werden zum Beispiel zurückhaltende Kinder gefördert, um mehr Kontakt aufzunehmen – eine wichtige Grundlage für ein erfolgreiches Miteinander im sozialen Leben. Das Mittagessen wird gegen elf Uhr warm angeliefert und es wird gemeinsam in jeder Gruppe gegessen. Anschließend ist Mittagsruhe.

Auch hier gilt: Individualität ist wichtig. Wer früher wach ist, darf aufstehen, wer mehr Ruhe benötigt, darf weiter schlafen. Sofern es die Witterung erlaubt, geht es an die frische Luft ins Außengelände. Dort ist in Planung den hinteren Teil teilweise neu zu gestalten. Hier wünscht sich das Team einen Spielbereich naturnah zu gestalten, mit Holz und Steinen für vielfältige Sinneserfahrungen.