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Hauptausschuss Zweibrücken beschließt neues Angebot für Senioren
Sogar die Festhalle ist nicht groß genug

 Die Zweibrücker Festhalle hat zwar seit vielen Jahren Auslastungsprobleme – aber groß genug, um alle Zweibrücker Senioren zu einem Kaffeenachmittag einzuladen, ist sie dann doch nicht.
Die Zweibrücker Festhalle hat zwar seit vielen Jahren Auslastungsprobleme – aber groß genug, um alle Zweibrücker Senioren zu einem Kaffeenachmittag einzuladen, ist sie dann doch nicht. FOTO: Lutz Fröhlich
Zweibrücken. Die Stadt Zweibrücken plant einen vorweihnachtlichen Kaffeenachmittag für Senioren. Doch dabei gibt es ein Problem. Von Fritz Schäfer

„Der Vorschlag ist gut. Wir sollten es mal machen“, fasste FWG-Ratsfraktionschef Kurt Dettweiler (FWG) die Einschätzung im Hauptausschuss des Stadtrats über die Einführung einer jährlichen Zweibrücker Seniorenveranstaltung zusammen. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Stéphane Moulin (SPD) betonte, dass es von im auch kein „Ja, aber“ gebe. „Wir sollten das wie vorgeschlagen durchführen.“ Grünen-Fraktionschef Norbert Pohlmann begrüßte die Idee. Allerdings sah er bei der Altersbegrenzung noch offene Fragen. „Aber ich habe auch keinen besseren Vorschlag.“

So wird es am 26. November einen vorweihnachtlichen Seniorennachmittag in der Festhalle geben. Ausgangspunkt war ein SPD-Antrag im Stadtrat nach einer vorweihnachtlichen Veranstaltung für Senioren. Doch dabei gibt es ein Problem. Während bei vielen Seniorenveranstaltungen in Dörfern rund um Zweibrücken alle Senioren eingeladen werden, ist das in Zweibrücken praktisch ausgeschlossen: Wenn die Stadt dazu alle über 60-jährigen Zweibrücker einladen würde, müsste erst eine Riesenhalle gebaut werden. Nach Angaben der Leiterin des Hauptamts, Alessa Buchmann, leben in Zweibrücken rund 10 500 Menschen über 60 Jahre. Der mit Tischen eingeräumte Heinrich-Gauf-Saal der Festhalle bietet Platz für knapp 400 Personen.

Deshalb schlug die Hauptamtsleiterin vor, dass zu der Veranstaltung nur die über 90-Jährigen und die Paare mit 60-, 65- oder 70-jährigem Ehejubiläum sowie Begleitpersonen einzuladen. Die Anzahl schätzt Buchmann auf rund 730. Allerdings geht weder die Amtsleiterin noch Oberbürgermeister Marold Wosnitza (SPD) davon aus, dass alle kommen. Der OB schätzt, dass es weniger als die Hälfte sein werden.



„Wer wird dann noch eingeladen?“, fragte Pohlmann. „Das können wir dann im Herbst angehen“, meinte FDP-Fraktionschefin Ingrid Kaiser. Denn bis dahin werden die ins Auge gefasste Seniorinnen und Senioren noch angeschrieben und in einem zweiten Brief daran erinnert, erklärte Buchmann. „Dann sehen wir, wie viele Plätze frei sind.“

Mit musikalischen Beiträgen der städtischen Herzog-Christian-Musikschule und eventuell Beiträgen von Kindergartenkindern hat Buchmann schon erste Vorschläge für das Programm vorgestellt. Sie geht von Kosten für Miete, Reinigung und Technik in der Turnhalle sowie für Kaffee und Kuchen in Höhe von 6000 Euro aus. „Das ist kein zu großes Budget“, meinte Moulin.

Die neue Seniorenveranstaltung soll dann die Besuche der Stadtspitze bei runden und halbrunden Geburtstagen ab 90 Jahre und Ehejubiläen ersetzen. Die Präsente und Karten kosteten jährlich etwa 7000 Euro. „Bei den Besuchen habe ich ganz unterschiedliche Erfahrungen gemacht“, sagte der Oberauerbacher Ortsvorsteher Andreas Hüther (CDU).

Am Ende der Diskussion empfahl der Hauptausschuss dem Stadtrat einstimmig, die Seniorenveranstaltung zu beschließen.

Der Hauptausschuss nahm auch wieder Spenden entgegen: Vom UBZ 500 Euro für den Popjazz-Workshop der Musikschule; von der Deutschen Stiftungstreuhand 100 Euro für die Musikschule; von Klaus Fuhrmann (Cantamus e. V.) je 1111 Euro für die Spiel- und Lernstuben Webenheim- und Brückenstraße; vom Förderverein Kita Hand in Hand 889 Euro für verschiedene Anschaffung für die Einrichtung, von den Freunden des Helmholtz-Gymnasiums 875 Euro für je sieben Switches und Module für den Informatikunterricht; von Viktor Krieg (Viktors Genussladen) 130 Euro für die Spiel- und Lernstube Webenheimstraße; vom Förderverein der Krippe Klitzeklein 776 Euro für eine Rollenrutschbahn.