| 22:33 Uhr

Hochwasser-Alarm
Schwarzbach-Pegel steigt am Abend stark an

Rund um das Ärztehaus in der Poststraße errichtete das THW am Abend eine Hochwasserschutzwand. Foto: maw
Rund um das Ärztehaus in der Poststraße errichtete das THW am Abend eine Hochwasserschutzwand. Foto: maw FOTO: maw
Zweibrücken. Sintflutartige Regenfälle haben in Zweibrücken Polizei, Feuerwehr und das THW in Alarmbereitschaft gerufen. Am Abend überschritt der Schwarzbach die Drei-Meter-Marke.

Es regnet und regnet und die Pegel der Flüsse steigen drastisch an. Fast den ganzen Tag über schüttete es gestern in und um Zweibrücken. So heftig, dass der Schwarzbach am frühen Abend sogar die Drei-Meter-Marke überschritten hatte. Um 14 Uhr wurde noch ein Pegelstand von 2,20 Metern gemessen, um 21.45 Uhr hatte sich der Schwarzbach in einen reißenden Strom verwandelt und eine Höhe von 3,20 Metern erreicht. Tendenz weiter steigend. Deshalb hatte das Technische Hilfswerk (THW) auch damit begonnen, rund um das Ärztehaus in der Post- und Karlstraße eine Hochwasserschutzwand zu errichten. Nur das Ärztehaus besitzt in der Stadt eine solche Vorrichtung. „Sobald ein Pegelstand von drei Metern überschritten wird, werden wir automatisch alarmiert und beginnen dann sofort, Schutzmaßnahmen einzuleiten. Wie hoch die Pegel tatsächlich noch steigen, ist allerdings schwer vorauszusagen“, erklärte der stellvertretende THW-Ortsbeauftragte Dominic Peterson kurz nach 21.30 Uhr. Ein weiterer mobiler Hochwasserschutz sei zudem am Zweibrücker Campingplatz aufgebaut worden.

Alle Hände voll zu tun hatte gestern auch die Zweibrücker Feuerwehr. Seit 17.30 Uhr waren die Floriansjünger an über 20 Einsatzstellen im Stadtgebiet, hauptsächlich in Rimschweiler und Hengstbach. Insgesamt waren 52 Feuerwehrangehörige mit 14 Fahrzeugen im Einsatz, um Keller leer zu pumpen, überflutete Fahrbahnen zu reinigen, umgestürzte Bäume zu beseitigen und mit Sandsäcken das Eindringen von Wasser in Häuser zu verhindern. Zur Unterstützung war auch der UBZ mit mehreren Fahrzeugen und Mitarbeitern angerückt, erklärt Stadtfeuerwehrinspekteur Frank Theisinger. In der Weiherwiese (eine Seitenstraße der Langentalstraße) musste zudem von den Stadtwerken der Strom abgeschaltet werden. Nachdem die Fahrbahn überflutet war, waren die Verteilerkästen vollgelaufen.

Verletzt wurde gestern glücklicherweise niemand, teilte die Polizei am Abend auf Merkur-Anfrage mit.