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Bauausschuss tagt heute
Schutzhalle soll Staubverwehung verhindern

Im Entladebereich der Konditionierungsanlage – dort, wo auf dem Foto der Lastwagen steht – soll eine Schutzhalle errichtet werden.
Im Entladebereich der Konditionierungsanlage – dort, wo auf dem Foto der Lastwagen steht – soll eine Schutzhalle errichtet werden. FOTO: maw / Martin Wittenmeier
Zweibrücken. Der Bauausschuss entscheidet heute über einen Anbau an die Konditionierungsanlage auf der Deponie Rechenbachtal bei Mörsbach. Von Martin Wittenmeier

Eine wichtige Hürde für mehr Sicherheit auf der Deponie Rechenbachtal bei Mörsbach könnte heute Abend im Bau- und Umweltausschuss genommen werden. Dort plant der Staubverarbeiter Terrag, an seiner Konditionierungsanlage eine Schutzhalle im Entladebereich anzubauen. Die erforderlichen Unterlagen hat das Homburger Entsorgungsunternehmen dem Stadtbauamt inzwischen nachgeliefert, die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd hat der Weiterentwicklung des Sicherheitskonzeptes bereits zugestimmt.

Die Vorhalle (rund 20 Meter lang und acht Meter breit) aus Stahltrapezprofilen soll künftig die vier Andockstellen überdachen, an denen die Staublaster – sogenannte Silofahrzeuge – an die Konditionierungsanlage andocken. Ein Lamellenvorhang an der Einfahrt soll bei einer Betriebsstörung künftig das Verwehen von Staub erheblich verhindern, weil der Wind nicht mehr frei zirkulieren kann. Somit soll sich austretender Staub im Entladebereich niederschlagen, wo er dann in der Vorhalle trocken oder auf der Betriebsfläche im Freien nach einer Befeuchtung entfernt werden kann.

2016 waren knapp 125 000 Tonnen staubförmiger Abfälle in der Deponie behandelt worden. Darunter waren Filterstäube aus Kohle- und Holzfeuerung und aus Abfallverbrennung, Rostasche und Schlacken. Ein Teil davon gilt als gefährlicher Abfall. In den letzten Jahren hatte es mehrere Fälle gegeben, in denen Staub verwirbelt worden war. „Viele Mörsbacher haben sich den Bau einer solchen Halle gewünscht“, betont Stadtsprecher Heinz Braun.



Auf dem südwestlichen Areal der Niederauerbach-Kaserne soll eine neue Kapelle gebaut werden. Die ersten Entwürfe seien bereits der GDKE (Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz) und der Unteren Denkmalschutzbehörde vorgestellt worden. Der eingeschossige Massivbau soll sich den Plänen nach in den denkmalgeschützten Gebäudestand der Kaserne einfügen und mit einer barrierefreien Rampe ausgestattet werden. Zudem ist geplant, den Vorhof der Kapelle durch eine fünfstufige Treppe mit dem Ehrendenkmal zu verbinden.

Im Rahmen der wiederkehrenden Beiträge beabsichtigt die Stadt, den Straßenbelag der Hilgardstraße, des Hilgardplatzes sowie der Augartenstraße zu sanieren. „Und wo es nötig ist, wird auch der Untergrund erneuert“, erklärt Braun. Der Auftrag wurde vom Stadtrat an das Ingenieurbüro I.B.F. Fauß aus Etschberg vergeben.

Die öffentliche Sitzung beginnt heute Abend um 18 Uhr im Ratssaal des Rathauses (Eingang Schillerstraße).