| 23:31 Uhr

Kerosin-Anhörung
Schäfer zu Kerosin-Ablass: EU könnte Studie finanzieren

Zweibrücken/Berlin. (red) Die Zweibrücker Wahlkreis-Bundestagsabgeordnete Anita Schäfer (CDU) schlägt vor, dass die EU die Folgen von Treibstoff-Notablässen durch Flugzeuge untersucht – denn das Thema habe eine europäische Dimension. Bei der Anhörung im Mainzer Landtag hatte ein Fachmann vom Deutschen Institut für Luft- und Raumfahrt erklärt, dass über der Pfalz abgelassenes Kerosin möglicherweise bis nach Rumänien oder über die Türkei verweht werde (wir berichteten). „Das stellt die Idee in Frage, die Messstation im Pfälzerwald schnell über einen Treibstoffablass darüber zu unterrichten, um aktuelle Werte zu erhalten“, findet Schäfer. „Wenn dann überhaupt etwas festgestellt wird, stammt das möglicherweise gar nicht von diesem Flugzeug, sondern wurde viel früher über Irland oder Portugal abgelassen.“ Eine Verteilung über europäische Grenzen hinweg praktisch nachzuweisen, sei aber nicht zuletzt eine Kostenfrage, wenn es denn technisch überhaupt möglich sei. Deshalb will Schäfer klären, ob die EU eine solche Untersuchung übernehmen könne.

(red) Die Zweibrücker Wahlkreis-Bundestagsabgeordnete Anita Schäfer (CDU) schlägt vor, dass die EU die Folgen von Treibstoff-Notablässen durch Flugzeuge untersucht – denn das Thema habe eine europäische Dimension. Bei der Anhörung im Mainzer Landtag hatte ein Fachmann vom Deutschen Institut für Luft- und Raumfahrt erklärt, dass über der Pfalz abgelassenes Kerosin möglicherweise bis nach Rumänien oder über die Türkei verweht werde (wir berichteten). „Das stellt die Idee in Frage, die Messstation im Pfälzerwald schnell über einen Treibstoffablass darüber zu unterrichten, um aktuelle Werte zu erhalten“, findet Schäfer. „Wenn dann überhaupt etwas festgestellt wird, stammt das möglicherweise gar nicht von diesem Flugzeug, sondern wurde viel früher über Irland oder Portugal abgelassen.“ Eine Verteilung über europäische Grenzen hinweg praktisch nachzuweisen, sei aber nicht zuletzt eine Kostenfrage, wenn es denn technisch überhaupt möglich sei. Deshalb will Schäfer klären, ob die EU eine solche Untersuchung übernehmen könne.

Die Anhörung im Verkehrsausschusses habe viele ihrer Ansichten bestätigt, so Schäfer: „Die Mengen Kerosin, die theoretisch am Boden ankommen könnten, sind so gering, dass sie in der Praxis vermutlich nicht nachgewiesen werden können.“ Es gebe in Rheinland-Pfalz nur eine Messstation für Luftschadstoffe, die außerhalb von größeren Städten liegt und die Folgen eines Treibstoffablasses überhaupt von der normalen Belastung durch Autoverkehr und Ähnliches unterscheiden könnte, nämlich im Pfälzerwald. Im Boden könnten die nach Studienlage zu erwartenden Kerosingehalte selbst mit den empfindlichsten derzeitigen Analyseverfahren nicht nachgewiesen werden, erklärt Schäfer – „nicht zuletzt, weil sie unterhalb des natürlichen Kohlenwasserstoffgehalts in der obersten Bodenschicht liegen“.

Eine von der Abgeordneten ursprünglich für Anfang Dezember geplante öffentliche Informationsveranstaltung verschiebt sich voraussichtlich ins neue Jahr, da in diesem Zeitraum eine weitere Sitzung des Verkehrsausschusses im Landtag zu diesem Thema stattfindet.