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Saarländertag mit Kaiserwetter

 Nicht nur in der Fußgängerzone, auch auf dem Schlossplatz wurde tüchtig gebummelt, hier fand ein Flohmarkt statt. Fotos: Daub
Nicht nur in der Fußgängerzone, auch auf dem Schlossplatz wurde tüchtig gebummelt, hier fand ein Flohmarkt statt. Fotos: Daub
Zweibrücken. Seit Jahren strömen die Saarländer am 15. August nach Zweibrücken. Da Mariä Himmelfahrt diesmal auf einen Montag gefallen war, wurden von Stadtmarketing und vom neuen Verein Gemeinsamhandel erstmals die „Saarländertage“ ausgerufen. Und viele Nachbarn fanden den Weg in die Rosenstadt. Michael Daub

Zum Abschluss der ersten Zweibrücker Saarländertage fand gestern der eigentliche Saarländertag statt. Mariä Himmelfahrt, traditionell im Saarland ein Feiertag und traditionell ein Tag, an dem viele Saarländer den Weg nach Zweibrücken finden, um zu shoppen und um sich die Stadt anzuschauen. Erstmals hatten Stadtmarketing und der neue Verein Gemeinsamhandel Zweibrücken zu den Zweibrücker Saarländertagen geladen, die das "Lyonerfeschd" der letzten Jahre ablösen sollten. Drei Tage, von Samstag bis Montag, drehte sich alles um die Besucher aus dem Nachbarbundesland. Mit Flohmarkt, Krammarkt, Rahmenprogramm und verkaufsoffenem Sonntag. Höhepunkt des Saarländerspektakels war der gestrige Feiertag an der Saar, der zahlreiche Besucher in die Stadt brachte. Schon früh waren Fußgängerzone, Gewerbegebiet Ernstweiler, Hilgardcenter und die Style Outlets gut frequentiert, was sich von Stunde zu Stunde noch weiter steigern sollte.

Passend zur Ankunft der Saarländer fand auf dem Alexanderplatz ein maßgeschneidertes Programm statt. "De Hausmeischda", ein Comedian aus dem benachbarten Neunkirchen, begeisterte ab elf Uhr die schon anwesenden Saarländer und Pfälzer gleichermaßen. Der beleibte Typ, dargestellt vom Kabarettisten Willi Jost, erzählte aus seinem Leben und stellte gleich mal fest, dass das warme Wetter ja eigentlich Tauwetter für Dicke sei. Danach spielten "Cha-Lounge" Hits von damals bis jetzt und unterhielten das zahlreiche Publikum auf dem Platz.

Inzwischen hatte sich die Fußgängerzone gut gefüllt und die Besucher besuchten die Geschäfte, Cafés und Eisdielen in der Innenstadt. Aber auch der Flohmarkt auf dem Schlossplatz war außergewöhnlich gut besucht. Zahlreiche Beschicker zeigten sich zufrieden. Diese Rückmeldung gab es auch von den Teilnehmern des Krämermarktes, der erstmals in dem Rahmen stattfand. "Wir kommen wieder", bilanzierte Udo Schieferstein der mit seinem Kaffeeangebot und süßen Teilchen teilgenommen hatte. Auch Dieter Ernst vom Edeka-Markt im Hilgardcenter zeigte sich zufrieden. "Sehr gut gelaufen", so sein Eindruck, "wir hatten eine gute Frequenz und dürften das Vorjahresergebnis in etwa erreicht haben", zieht er Bilanz. Ähnlich dürfte es bei Möbel Martin und Globus gelaufen sein. Volle Parkplätze schon kurz nach Öffnung der beiden Häuser.



"Die Saarländertage waren mehr als gut", so das Fazit von Andreas Michel, dem ersten Vorsitzenden des Vereins Gemeinsamhandel Zweibrücken . "Es hat alles geklappt, das Programm war gut, Händler und Beschicker waren zufrieden, positives Feedback hatten wir auch von den Besuchern in der Stadt, auch der Flohmarkt war überaus gut besucht", fasst er die Zweibrücker Saarländertage zusammen. Lediglich das Wetter sei anscheinend zu gut gewesen, 2015 seien mehr Besucher nach Zweibrücken gekommen, fügt Michel an. Noch am Abend wollte er sich mit Stadtmarketing und Vereinsvertretern zusammensetzen um auch intern zu resümieren und die Erfahrungen im kommenden Jahr einzubringen. Schließlich kommt der nächste Saarländertag schon in 364 Tagen.