| 00:47 Uhr

Mariä Himmelfahrt
Saarländer genießen Zweibrücken

 Citymanagerin Petra Stricker (links) begrüßte die ersten Gäste, Gemeinsamhandel-Chef Andreas Michel hob den Schlagbaum und Oldtimer Lisbeth fuhr hindurch – so begannen an Mariä Himmelfahrt die Saarländertage 2018.
Citymanagerin Petra Stricker (links) begrüßte die ersten Gäste, Gemeinsamhandel-Chef Andreas Michel hob den Schlagbaum und Oldtimer Lisbeth fuhr hindurch – so begannen an Mariä Himmelfahrt die Saarländertage 2018. FOTO: Sebastian Dingler
Zweibrücken. Viele nutzten den saarländischen Feiertag, um in Zweibrücken einzukaufen. Die Aktionstage gehen noch bis Sonntag. Von Sebastian Dingler

Über beste klimatische Bedingungen erfreute sich gestern Morgen City-Managerin Petra Stricker bei der Eröffnung der Saarländertage in Zweibrücken. „Es ist trocken und nicht zu heiß“, meinte sie bei der Begrüßung der Einkaufskunden aus dem Saarland, kurz bevor der symbolische Schlagbaum in der Fußgängerzone geöffnet wurde.

Beste Voraussetzungen also für einen gelungenen Start in die noch bis Sonntag andauernden Saarländertage, die besonders bei den Einzelhändlern für erhöhte Umsätze sorgen sollen. Dem Vorsitzenden der Vereinigung Gemeinsamhandel Zweibrücken, Andreas Michel, gelang es auch in diesem Jahr mühelos, den Schlagbaum anzuheben und somit symbolisch die Saarländer in die Zweibrücker Innenstadt einzulassen. Ausgeliehen hatte man den bemalten Balken aus dem Gestüt, wo er sonst als Sprunghindernis dient.

Anschließend verteilten Stricker und Michel Rosen an die vorbeilaufenden Kunden, ob Saarländer oder nicht. Manche wie der Straßenhändler Michael Wagner aus Rodalben äußerten den Verdacht, dass die Saarländer erst am Nachmittag in größeren Mengen nach Zweibrücken kommen würden: „Die haben gestern gefeiert, die wollen jetzt erstmal ausschlafen.“ Dennoch, wer nachfragte, fand auch Menschen wie das Ehepaar Kempf aus dem saarländischen Gersheim, die „einfach ganz spontan zum Bummeln“ gekommen waren und sich über die geschenkte Rose freuten.



Bei Rainer und Katharina aus Limbach war es sogar so, dass sie gar nicht primär wegen der Saarländertage in Zweibrücken weilten: „Das ist heute eher Zufall, dass wir da sind, wir mussten nur eine Startnummer für den Firmenlauf abholen. Wir wären jetzt aber nicht allein zum Einkaufen gekommen, gehen jetzt aber mal in die Geschäfte.“ Bei Daniel Bärmann aus Homburg hatte die Werbekampagne zu den Saarländertagen verfangen, er kam mit seiner Frau zum Bummeln: „Eigentlich ist es nur so, dass wir nichts zu tun haben, hier ein bisschen was los ist und wir einkaufen können – genau so, wie es in der Werbung stand. Wir haben das übers Internet mitgekriegt. Wir wollen vor allem auf den Flohmarkt und dann wieder nach Hause, bevor der große Trubel anfängt.“ Anja Lehmann war sogar aus Saarbrücken angereist: „Ich komme her, weil die Geschäfte offen sind und so eine tolle Atmosphäre herrscht und man den freien Tag gut genießen kann. Vielleicht gehe ich noch in den Baumarkt, wenn es nicht zu viel Trubel gibt.“ Ihr Begleiter Fritz Bippart wohnt zwar in Zweibrücken, musste sich aber dennoch nicht freinehmen, weil er im Saarland arbeitet. „Von daher ist es klar, dass ich am ‚Mettholla-Da‘ mitmache. So heißt das hier in Zweibrücken, da kommen nämlich die Mettholla. Der Ausdruck ist bei den älteren Zweibrückern noch weit verbreitet“, klärte er auf und meinte schmunzelnd: „Jetzt holl ich ah was mett.“ Nicht auf Kunden, sondern auf Aufmerksamkeit aus war das Technische Hilfswerk, das sich am Hallplatz mit zwei großen Fahrzeugen präsentierte. Katja Kraft und Johannes Weber wollten mit der Aktion auch für den Nachwuchs werben: „Bei uns gibt es ja die THW-Minis, das ist eine Gruppe für Kinder ab sechs Jahren“, sagte Weber.

Petra Stricker zog am Mittag schon mal ein vorsichtiges Resumee des ersten Saarländertags: „Meine Rosen waren im Nu weg, es war eine gutlaunige Eröffnung, die Märkte funktionieren, es ist was los in der Stadt.“ Das sollte sich bis zum späten Nachmittag mehr als bestätigen.

 Johannes Weber und Katja Kraft zeigten auf dem Hallplatz THW-Fahrzeuge.
Johannes Weber und Katja Kraft zeigten auf dem Hallplatz THW-Fahrzeuge. FOTO: Sebastian Dingler