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| 22:55 Uhr

Herzog-Wolfgang-Realschule Plus
Rote Hände gegen Kindersoldaten

Zahra, Laila und Abeer setzen mit ihrem roten Handabdruck ein deutliches Zeichen. Jana Ketzler übernahm das Bemalen der Hände.
Zahra, Laila und Abeer setzen mit ihrem roten Handabdruck ein deutliches Zeichen. Jana Ketzler übernahm das Bemalen der Hände. FOTO: Nadine Bröcker
Bubenhausen. Schüler der Herzog-Wolfgang-Realschule plus setzen beim "Red Hand Day" Zeichen gegen den Missbrauch von Kindern als Soldaten. Von Nadine Bröcker

„Red Hand Day“ nennt sich die weltweite Initiative gegen den Missbrauch von Kindern als Soldaten. Seit über zehn Jahren findet diese Aktion immer im Februar statt. Hunderttausende rote Handabdrücke wurden schon in über 50 Ländern gesammelt und an Politiker übergeben. Doch trotz vieler Erfolge gibt es immer noch 250 000 Kindersoldaten weltweit, wie die Organisation mitteilt. „Jetzt wollten wir diese Aktion auch mal mitmachen“, erklärt Sarina Wolf, Lehrerin an der Herzog-Wolfgang-Realschule plus.

Beim Besuch des Demokratietages in Mainz vor zwei Jahren wurden sie mit ihren Schülern auf die Aktion aufmerksam. Da Sarina Wolf auch die Toleranz-AG leitet, kam ihr die Idee, mit dieser selbst für Aufklärung zu sorgen. Einmal in der Woche trifft sich diese AG und hat sich zuletzt natürlich auch mit dem Thema Kindersoldaten beschäftigt. Da die Ausrichtung des „Red Hand Day“ im Februar nicht möglich war, wurde er kurzerhand auf den gestrigen Tag verlegt. Das Thema fand so großen Anklang, dass sich auch andere Lehrkräfte daran beteiligten und es in den Religions- und Ethikunterricht oder andere Fächer einbauten. „Es ist schon wichtig, dass man auch auf solche Dinge aufmerksam macht“, findet auch Schulleiterin Rita Sutter-Deßloch. Schließlich handelt es sich dabei um Kinder im Alter ihrer Schüler.

Die Toleranz-AG hat alle Hebel in Bewegung gesetzt, um ihre Mitschüler umfassend zu informieren, aber auch ein Fest des Miteinanders daraus zu machen. So gab es gestern einen musikalischen Beitrag der Musik-AG, ein Fußballspiel, das die Schüler selbst organisierten, eine Ecke mit Geschicklichkeitsspielen, Essen und Trinken, eine Schmink- und Frisierecke, eine Filzstation, in der die Schüler rote Herzen herstellen konnten und einen Informationsbereich, in dem sie ihre Mitschüler an vorgefertigten Plakaten über das Thema Kindersoldaten informierten. Es ginge nicht zuletzt auch um die Wahrnehmung, was man als Kind in Deutschland alles Tolles machen kann, was nicht in allen Ländern selbstverständlich sei, in Ländern, in denen Kinder gezwungen seien, die schlimmsten Dinge zu tun und keine Chance hätten, sich dagegen zu wehren, erklärte Sarina Wolf ihren Schülern.

Und nicht zuletzt wurden natürlich rote Handabdrücke gesammelt, die dem Oberbürgermeister übergeben werden sollen. Verantwortlich für die Handabdrücke zeigte sich die Zehntklässlerin Jana Ketzler, die die Hände mit der roten Farbe abrollte. Sie ist ebenfalls Mitglied der Toleranz-AG und steht voll und ganz hinter der AG und den Projekten. „Wir machen etwas für Menschen und nicht gegen Menschen und das ist uns wichtig. Und da versuchen wir, auch andere miteinzubeziehen und zu begeistern.“