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Acht Monate Bauzeit geplant
Römerstraße bekommt weder Radweg noch Schutzstreifen

1,2 Millionen Euro kostet der Ausbau der Römerstraße. An den 9000 Euro, die ein solcher Schutzstreifen für Radfahrer kosten würde, soll die Stadt sparen, beschloss der Bauausschuss einstimmig.
1,2 Millionen Euro kostet der Ausbau der Römerstraße. An den 9000 Euro, die ein solcher Schutzstreifen für Radfahrer kosten würde, soll die Stadt sparen, beschloss der Bauausschuss einstimmig. FOTO: Jens Büttner / picture alliance / dpa
Zweibrücken. Der Ausbau der Römerstraße in Ixheim soll im April starten. Das erklärte der Beigeordnete Henno Pirmann (SPD) in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses. „Die geschätzte Bauzeit beträgt acht Monate“, sagte Pirmann. Inzwischen müsse von höheren Kosten als ursprünglich geplant ausgegangen werden. Zuerst war von rund einer Million Euro die Rede, nun sollen es 1,2 Millionen Euro sein. Die Stadtwerke würden den Ausbau nutzen, um entlang der Böschung an der Römerstraße Gas- und Wasserleitungen zu verlegen. Pirmann sagte, einige Anwohner können sich wundern, warum bereits seit einigen Tagen Halteverbots-Schilder an der Böschung aufgestellt seien. Grund sei, dass der Kampfmittelräumdienst die Fläche sondieren müsse: Es muss sichergestellt werden, dass keine Waffen oder Sprengkörper aus dem Zweiten Weltkrieg dort in der Erde liegen. Von Mathias Schneck

Der Ausbau der Römerstraße in Ixheim soll im April starten. Das erklärte der Beigeordnete Henno Pirmann (SPD) in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses. „Die geschätzte Bauzeit beträgt acht Monate“, sagte Pirmann. Inzwischen müsse von höheren Kosten als ursprünglich geplant ausgegangen werden. Zuerst war von rund einer Million Euro die Rede, nun sollen es 1,2 Millionen Euro sein. Die Stadtwerke würden den Ausbau nutzen, um entlang der Böschung an der Römerstraße Gas- und Wasserleitungen zu verlegen. Pirmann sagte, einige Anwohner können sich wundern, warum bereits seit einigen Tagen Halteverbots-Schilder an der Böschung aufgestellt seien. Grund sei, dass der Kampfmittelräumdienst die Fläche sondieren müsse: Es muss sichergestellt werden, dass keine Waffen oder Sprengkörper aus dem Zweiten Weltkrieg dort in der Erde liegen.

In einer früheren Sitzung des Bauausschusses im Juni 2017 hatte das Gremium dafür plädiert, dass im Zuge des Ausbaus der Straße beidseits ein Schutzstreifen für Radfahrer eingezeichnet werden soll – das Anlegen eines Radweges würde die Stadt wesentlich teurer kommen, hierfür müssten rund 300 000 Euro eingerechnet werden, das Einzeichnen eines Schutzstreifens würde rund 9000 Euro kosten, hatte der UBZ in der damaligen Sitzung erklärt (wir berichteten). Henno Pirmann rief bezüglich dieses Aspektes zur Debatte auf – denn die Frage sei, ob dieser Schutzstreifen nun sinnvoll sei oder nicht. Christian Fochs (CDU, hauptberuflich als Fahrschullehrer tätig), Peter Schönborn (SPD, Vorsitzender des Ortskartells Ixheim) und Kurt Dettweiler (FWG) betonten, dass kleine Kinder ohnehin in Begleitung ihrer Eltern auf dem Gehweg fahren dürfen, der Gehweg in der Römerstraße sei zudem breit, der Sicherheit werde also auch ohne Schutzstreifen Rechnung getragen. Bevor es zur Abstimmung kam, monierte noch Matthias Nunold (Linke), dass die geplanten Kosten für den Ausbau der Römerstraße „exorbitant“ gestiegen seien. Es sei sehr ärgerlich, so etwas wiederholt bei Bauarbeiten erleben zu müssen.

Der gesamte Bauausschuss stimmte schließlich dafür, dass die Römerstraße nun doch ohne Schutzstreifen gebaut wird.