| 23:40 Uhr

Oldtimer-Treffen
Rockabilly für Augen und Ohren

Katja Renneis und Katja Wagner sorgten mit Wasser und Schwamm im Car-Wash-Stil für blitzblanke Oldtimer, hier ein himmelblauer Chevrolet Bel Air.
Katja Renneis und Katja Wagner sorgten mit Wasser und Schwamm im Car-Wash-Stil für blitzblanke Oldtimer, hier ein himmelblauer Chevrolet Bel Air. FOTO: Volker Baumann
Zweibrücken. „Devil’s Rumble“ mit US-Cars und Rock’n’Roll begeisterte am Samstag an der ACH-Eventhalle viele Fans.

Wer am Samstag durch die Zweibrücker Europaallee in Richtung Frankreich fuhr, der wähnte sich bereits am Kreisel vor der ACH-Eventhalle in die fünfziger Jahre zurückversetzt. Allerdings in die 50er aus Übersee. Blitzblanke, chromglänzende, kuriose und aufgemotzte US-Oldtimer standen dort in Reihe auf den Parkplätzen rund um die Halle und zogen Bewunderer aus Nah und Fern an.

Beim Einparken in der Nähe hatte man, angesichts der Dimensionen der alten Cadillacs, Chevrolets, Fords, Mercurys, Dodges und wie sie alle heißen das Gefühl, eher selbst mit einem Spielzeugauto unterwegs zu sein. Torsten Albrecht von ACH und Kristine Hartmann, Chefin der Timeless Diner-Bar, hatten die Idee, die Uhren auch mal zusammen auf die Zeit der Fünfziger  zurückzudrehen und die Faszination historischer amerikanischer Automobile, verknüpft mit entsprechender Musik, den Gästen nahezubringen. Rockabilly, Cars und viel Kommunikation bei Snacks und Getränken, das kam als Mischung bombig an und verbreitete für einen Tag den „Spirit of America“.

Ab zehn Uhr morgens trafen stündlich neue Oldies ein, die bewundernde Blicke auf sich zogen. Wer wollte, konnte sein Auto auch im echten „Car-Wash-Stil“ vom Highway- oder Wüstenstaub befreien lassen. Drei „waschechte“ Girls sorgten mit Wasserschlauch und Schwamm für ein erneut blitzblankes Aussehen des Vehikels. Eine Waschgebühr wurde in Form einer freiwilligen Spende erhoben und kommt, so die Veranstalter, dem Zweibrücker Tierheim zugute.

Für stilechte musikalische Untermalung im Rockabilly-Sound sorgten am Tag „Nickel & Dime“, am Abend ab 20 Uhr die „Rockabilly Hellraisers“ und „The last Gunslingers“.

Jürgen Ruf, Rockabilly-Fan der ersten Stunde, war echt angetan: „Wieder mal eine schöne neue Aktion. Geile Autos und Musik, das kommt gut an und passt bestens zusammen. Es wird noch zu wenig in dieser Art geboten, aber auch die Stadt ist momentan mit ihren Projekten auf einem guten Weg.“ Gute Events mit guten Ideen seien heute einfach wichtig, ist nicht nur die Meinung des Pick-Up-Liebhabers. „Einfach die chillige Atmosphäre zwischen coolen US-Cars und Freunden“ bewegte eine Freundesgruppe, hier mit ihren eigenen Mustangs und Corvettes vorzufahren. „Wir müssen uns hier nichts beweisen und können uns prima austauschen oder Probleme besprechen“ ist aus der Gruppe zu hören. Heiko Kurz aus Freisen öffnete die Motorhaube seines Mercury Cougar XR7, Baujahr 1978 und präsentierte stolz den in Eigenarbeit völlig überholten Motor. „Über PS brauchen wir beim großen Bruder des Mustang nicht zu reden, sagen wir mal ausreichend“, schmunzelt er angesichts der 5,5-Liter-Antriebsmaschine. Tatsächlich – es geht mehr um Tradition und Schönheit. Aber was wären alte US-Cars ohne Power?



Auch ein Ford Pick-Up im „Rostlaubenstil“ zog viele Blicke auf sich.
Auch ein Ford Pick-Up im „Rostlaubenstil“ zog viele Blicke auf sich. FOTO: Volker Baumann