| 20:29 Uhr

New Spirit
Afrikanische Rhythmen als Weihnachtsboten

Der gemeinsame Auftritt von New Spirit (bunte Schals) und Stimm-im-Puls begeisterte in der Matthäuskirche.
Der gemeinsame Auftritt von New Spirit (bunte Schals) und Stimm-im-Puls begeisterte in der Matthäuskirche. FOTO: Cordula von Waldow
Rimschweiler. Mit ihrem Adventskonzert „Africa meets Chrismas“ rockten der Rimschweiler Chor „New Spirit“ und die Püttlinger Kollegen „Stimm-im-Puls“ die voll besetzte Matthäuskirche. Die Kooperation kam bei Sängern und Zuhörern gleichermaßen gut an. Von Cordula von Waldow

Eine gut besetzte Kirche und ein klatschfreudiges Publikum ist der Rimschweiler Chor „New Spirit – Gospel and more“ bei seinem Weihnachtskonzert in der Matthäuskirche gewohnt. Dass die Kirche aus allen Nähten platzte, glücklich war, wer keinen Parkplatz brauchte, und das begeisterte Publikum gar nicht nach Hause gehen wollte, erlebten die Sängerinnen und Sänger unter Leitung von Steffen Hällmayr das erste Mal. Dabei waren sie nicht allein, denn zum ersten Mal konzertierten sie gemeinsam mit Hällmayrs Püttlinger Chor „Stimm-im-Puls“.

Was die zweimal 21 Sängerinnen und Sänger vereinte, war ihre sichtliche Freude an der eigenen Musik auf hohem Niveau, das harmonische Miteinander und die Funken der eigenen Begeisterung, die sich sofort auf ihr Publikum übertrugen. Rasch überzeugten sie ihre gut 400 Zuhörer vom Kleinkind bis zum Senior davon, wie gut Pfalz und Saarland, afrikanische Rythmen und deutsche wie internationale Weihnachtslieder und Gospels zusammenpassen.

Im ersten Teil des Konzertes „Africa meets Christmas“ dominierte Afrika. Gleich der Einzug der beiden Chöre verlief rhythmisch. In einem „Call-and-response-Lied Yakanaka Vangheri“ sang New-Spirit-Solist Willi so authentisch, dass man sich nach Afrika versetzt fühlte. Das gemeinsam, polyphon ausgestaltete „Can you feel the love tonight“ wirkte endgültig als Herzöffner. Der Püttlinger Chor erfreute mit einem weiteren Medley aus dem Musical „König der Löwen“. Wera, selbst Musiklehrerin, füllte mit ihrer zarten, gefühlvollen und tragfähigen Solostimme mit dem Welthit von Whitney Houston, „The greatest Love of all“ die farbig angestrahlte Kirche.



New Spirit boten ein neuartiges Erlebnis, indem sie „unsichtbar“ von der Empore sangen: „Sounds of Silence“ von Simon&Garfunkel und „You rise me up“ in einer eigenen Bearbeitung von Steffen Hällmayr. Endgültig für Stimmung sorgte die Nigerianerin Efe mit ihrem Temperament und ihrer tiefen, souligen Stimme, gemeinsam mit dem Rimschweiler Chor und einem Medley aus bekannten Gospels. Das Publikum geriet bei der Endlosschleife von „Oh, when the saints“ endgültig aus dem Häuschen, pfiff und klatschte mitgerissen.

Dann wurde es weihnachtlich. Nach dem zarten, tonal sehr anspruchsvollen Lied „Gott hat mir längst einen Engel gesandt“ und dem rockigen „Marys Boy Child“ beeindruckte die 16-jährige Nachwuchssängerin von New Spirit, Fabienne mit „The Angels coming to sing“ und ihrer klaren, deutlichen Stimme. Mit dem bekannten Wiegenlied „Entre boeuf et l’angris“ hofierten die Püttlinger die französischen Nachbarn. Ihre Solosängerin, Gabriele Hausknecht, verursachte mit ihrer Interpretation von „Ave Maria“ Gänsehaut und wurde entsprechend gefeiert.

Dem offiziellen, gemeinsamen Schlusslied „Adeste Fidelis“, voller Inbrunst und mit strahlendem Klang gesungen, folgten noch diverse Zugaben.

Mit dem traditionellen Ausgangslied von New Spirit, „Masithi“, endeten schließlich zwei Stunden besinnliche, frohe und rhythmische Einstimmung auf die Adventszeit. Und wenn sie nicht nach Hause gegangen sind, singen und klatschen sie noch immer.