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Beschäftigte rund um Flugplatz
Rekord-Beschäftigtenzahl auf dem Flugplatzgelände

Zweibrücken. Seit 2006 ist die Zahl der Arbeitnehmer auf dem Areal von 2013 Beschäftigten auf mehr als 2900 gestiegen – trotz der Flughafen-Pleite. Von Fritz Schäfer

So viele Frauen und Männer wie Ende 2017 waren noch nie auf dem Gebiet des Zweckverbands Entwicklungsgebiet Flughafen Zweibrücken (ZEF) beschäftigt. Mit 2902 wurde der bisherige Beschäftigten-Höchststand zum Jahresende aus dem Jahr 2013 um acht übertroffen. Damit sei die durch die Insolvenz des Flughafens mit der Einstellung des Linienflugbetriebs im Herbst 2014 verursachte „Delle mehr als ausgeglichen“, sagte Stadtsprecher Heinz Braun.

Die rege Bautätigkeit auf dem Gelände des früheren Militärflugplatzes lasse vermuten, dass die Zahl weiter steigen werde. Auch in diesem Jahr werden sich auf dem Areal weitere Betriebe ansiedeln. Insbesondere in dem Gebiet zwischen Pariser Straße und Europaallee werde gebaut. Zum Gebiet des Zweckverbands gehört auch das auf der anderen Seite der Autobahn liegende Steitzhof-Gelände. Braun erläuterte, dass es sich bei den Zahlen sowohl um verlagerte als auch um durch Neuansiedlungen oder Erweiterungen des Betriebs neu geschaffene Arbeitsplätze handele.

Zu Beginn der Konversion genannten Umwandlung von militärischer in zivile Nutzung hatte der damaligen Verbandsbürgermeister und heutige Zweibrücker Oberbürgermeister Kurt Pirmann (SPD) stets betont, dass es besser sei, viele kleinere und mittlere Firmen auf dem Flugplatzgelände anzusiedeln als ein, zwei große. Dadurch sei man nicht von ein oder zwei Unternehmen abhängig. „Die Entwicklung der letzten Jahre bestätigt diese Aussage“, sagte Braun. Die meisten Beschäftigten meldeten Ende 2017 die über 100 Läden des Fashion-Outlets mit 1170. In den Firmen im Multimedia-Internetpark waren insgesamt 601 Personen beschäftigt.



Nach dem Aus des Flugbetriebs sank die Beschäftigtenzahl von 2894 (Ende 2013) auf 2614 Ende 2014. Doch seitdem ist die Zahl kontinuierlich angestiegen. Mitte des Jahres 2000 wurde – fast ein Jahrzehnt nach dem Weggang der US-Streitkräfte – mit 1028 erstmals die Tausendermarke überschritten. 2006 waren es bereits 2013. Die Zahlen sind anschließend weiter gestiegen. Mit einer Delle in den Jahren 2009 und 2010 nach dem Weggang eines größeren Unternehmens aus dem MIP.