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Wetter-Rückblick
Wetter im Juni: Den Hitzerekord gleich zweimal gebrochen

Zweibrücken. Von Michael Agne

Der Juni startete mit schwüler Hitze, die sich jedoch schon bald in Form teils kräftiger Regengüsse und Gewitter entlud. Nach einer kühleren Witterungsperiode mit gelegentlichen Regenfällen und örtlicher Schauer, nahm der Sommer nach Monatsmitte langsam wieder Fahrt auf. Bei blauem Himmel und reichlich Sonnenschein kletterten die Temperaturen bereits wieder auf 23 bis 29 Grad. Im Schlussabschnitt legte sich eine erste intensive Hitzewelle über die Region. Von einem nahezu wolkenlosen Himmel brannte gnadenlos die Sonne vom Himmel und trieb die Temperaturen in schweißtreibende Höhen. Zum Teil wurden dabei mit Höchsttemperaturen von 33 bis 37 Grad neue Hitzerekorde für den Monat Juni genknackt. Wegen der großen Trockenheit nahm auch wieder die Waldbrandgefahr zu.

Regionale Wetterdaten: Das Mittel der Lufttemperatur lag im Juni mit 19,6 Grad Celsius um 2,9 Grad über dem langjährigen Durchschnittswert. Damit war dies nach 2003 der wärmste Juni. „Heiztage“ (Tagesmittel unter 15 Grad) gab es nur drei. „Vegetationstage“ (Tagesmittel 5,0 Grad und mehr) konnten 30 verbucht werden. An 26 Tagen kletterte das Quecksilber auf 20,0 Grad und mehr. „Sommertage“ (Tageshöchsttemperatur 25,0 Grad und mehr) gab es 17. „Heiße Tage“ (Tageshöchsttemperatur 30,0 Grad und mehr) gab es sechs. „Wüstentage“ mit 35,0 Grad oder mehr gab es zwei. Außerdem registrierte man auch eine tropische Nacht, in der die Temperatur nicht unter 20,0 Grad sank. Der tiefste Wert mit kühlen 6,9 Grad wurde am 9. gemessen. Der höchste Wert dieses Monats wurde am 30. mit 36,0 Grad verzeichnet. Damit wurde der bisherige Rekord zweimal geknackt. Der niedrigste auf Meereshöhe reduzierte Luftdruck wurde am fünften mit 1001 Hektopascal gemessen. Der höchste auf Meereshöhe reduzierte Luftdruck wurde jeweils am achten und 27. mit 1025 Hektopascal gemessen. Die Niederschlagsmenge lag in Lambsborn bei mageren 37,4 Litern pro Quadratmeter. Das entspricht 63,6 Prozent des langjährigen Monatsmittels. In Martinshöhe fielen im vergangenen Monat 46,1 Liter pro Quadratmeter, in Morlautern waren es 41,7 Liter pro Quadratmeter, in Trippstadt waren es 43,8 Liter pro Quadratmeter, in Landstuhl waren es 40 Liter pro Quadratmeter, in Zweibrücken waren es 52,3 Liter pro Quadratmeter und in Riedelberg an der französischen Grenze waren es 34,8 Liter pro Quadratmeter. Der Niederschlag konzentrierte sich auf elf Tage. Der meiste Niederschlag fiel in Lambsborn mit 12,2 Litern pro Quadratmeter am fünften. An fünf Tagen blitzte und donnerte es. An keinem Tag wurde hier Nebel beobachtet. Tage mit starkem Wind gab es zwei. „Heitere Tage“ (Bewölkungsmittel unter 20 Prozent) gab es sechs. „Trübe Tage“ (Bewölkungsmittel über 80 Prozent) beobachtete man lediglich drei. Die restlichen Tage lagen dazwischen. Zu insgesamt 48,5 Prozent war der Himmel während dieses Monats von Wolken überzogen (weniger als normal). Die Sonnenscheindauer erreichte daher bemerkenswerte 310 Stunden. Das entspricht 134,6 Prozent des langjährigen Mittels. Durchschnittlich schien sie also an jedem Tag über zehn Stunden. Nur im Juni 1976 schien sie noch länger.

 04.07.2019, Hessen, Weißkirchen: Eine Sonnenblume böüht am Rande eine Grünstreifens. Auch in den kommenden Tagen soll das Wetter hochsommerlich heiß bleiben. Foto: Boris Roessler/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
04.07.2019, Hessen, Weißkirchen: Eine Sonnenblume böüht am Rande eine Grünstreifens. Auch in den kommenden Tagen soll das Wetter hochsommerlich heiß bleiben. Foto: Boris Roessler/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ FOTO: dpa / Boris Roessler