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Auch Straßenausbau Thema
Dettweiler: Jede helfende Hand wird gebraucht

 Ortsvorsteher Kurt Dettweiler beim Neujahrsempfang Mittelbach, dahinter Mitglieder des Chors Gospel & Praise.
Ortsvorsteher Kurt Dettweiler beim Neujahrsempfang Mittelbach, dahinter Mitglieder des Chors Gospel & Praise. FOTO: Nadine Lang
Mittelbach-Hengstbach. Ortsvorsteher ruft Bürger beim Neujahrsempfang von Mittelbach-Hengstbach zu ehrenamtlichem Engagement auch in 2019 auf. Von Nadine Lang

In der Schulturnhalle Mittelbach begrüßte Ortsvorsteher Kurt Dettweiler die Gäste zu seinem bereits 22. Neujahrsempfang in „seinem Wohnzimmer“, wie er scherzhaft einleitete. Die Rede nutzte Dettweiler nicht nur, um kurzen Rückblick auf 22 Jahre zu gewähren, sondern um insbesondere an das vergangene Jahr zu erinnern. Darin ging es nicht nur um den anders gestalteten Volkstrauertag sondern auch um den Umwelttag, der wie in den Vorjahren ein voller Erfolg gewesen sei.

„Klar ist, dass wir 2019 den Umwelttag wiederrum durchführen“, erklärte der FWG-Politker. Besonders erfreut hat ihn aber die Entwicklung des Adventsmarktes. „Unser Adventsmarkt 2017 war vom Verkaufsangebot schon an der unteren Grenze angekommen. Diese Schmach haben wir 2018 eindrucksvoll weggewischt.“ Mit neuen Mitstreitern, erstmalig einer Bühne und jede Menge ehrenamtlichen Engagement sei ein Adventsmarkt entstanden, der sich sehen lassen konnte. Wer auch 2019 zu einem Gelingen des Adventsmarktes beitragen möchte, könne sich schon jetzt in die Helferliste eintragen lassen.

Ein zentrales Thema im vergangenen Jahr sei die Prüfung der Flächen zum Aufstellen von Windkraftanlagen im Dörrenbachwald und Buchwald gewesen. „Ende gut, alles gut! Die Flächen fielen durch das Raster und zeigten sich als nicht geeignet“, blickte Dettweiler erleichtert zurück.



Umsetzt sei das Anschaffen und Anbringen zweier Storchennester im Bickenalbtal. Dies sei nur durch großzügige Spenden (Gesamtkosten mindestens 3000 Euro) möglich gewesen. „Die beiden Nester sind so konstruiert und gebaut, dass sie uns alle problemlos überleben.“

Erfolgreich sei auch die Generalüberholung der beleuchteten, aber ausgefallenen Weihnachtssterne in der Ortsdurchfahrt von Mittelbach gewesen. Lediglich vier Sterne in der Hengstbacher Straße konnten bis heute nicht erneuert werden, da es an finanziellen Mitteln fehlte. Und auch das, was erreicht wurde, sei nur durch ehrenamtliche Helfer möglich gewesen.

Darum nutzte Dettweiler die Möglichkeit, erneut einen Appell an Freiwillige zu richten: Denn auch im neuen Jahr stünden jede Menge Projekte an, bei der jede helfende Hand gebraucht werde. Dabei gehe es beispielsweise um das Einpflanzen von Geranien, die Pflege des Außenbereichs am Begrüßungsstein, die Pflege des Glockenturms auf dem Hengstbacher Friedhof und um das Anbringen der Geländer an den Treppen des Hengstbacher Friedhofs.

Auch das Thema Wiederkehrende Beiträge durfte bei dieser Neujahrsansprache nicht fehlen. Als eigener Abrechnungsbezirk habe Mittelbach-Hengstbach bisher keine Beiträge bezahlt, da noch keine Ausbaumaßnahmen ins Auge gefasst wurden. Doch ab 2021 beginnt das neue Fünf-Jahresprogramm. „Ich bin der Meinung, dass wir ab 2021 über einen Ausbau von Straßen in unserer Gemeinde sprechen müssen“, stellte Dettweiler heraus und erklärte sich bereit, dies auf den Weg zu bringen, sollte er nach den Kommunalwahlen vom 26. Mai Ortsvorsteher bleiben.

Und dann gab es da noch einen Punkt, der Kurt Dettweiler ganz besonders am Herzen liegt und der darum jedes Jahr nicht fehlen darf: die Seniorenstube, die nur aufrechterhalten werden kann, wenn sie auch in Anspruch genommen wird. „Es muss allen klar sein, wenn die Stuben einmal geschlossen sind, wird es fast unmöglich sein, noch einmal einen Neuanfang zu finden. Deshalb anschließend mein Appell: Entweder geben Sie sich selber einen Ruck oder animieren Sie Ihre in die Jahre gekommenen Freunde, einfach einmal dienstags um 14 Uhr in Mittelbach hineinzuschnuppern.“