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Wallhalben
Raumnot im Kindergarten

Wallhalben. Wallhalben hat noch bis Mitte 2020 eine Gnadenfrist, eine Lösung für die Einrichtung zu finden. Von Norbert Schwarz

(cos) Das Raumangebot beim zentralen Kindergarten Wallhalben, die Einrichtung wird auch von Kindern aus Hettenhausen, Knopp-Labach und Schmitshausen besucht, ist ausgereizt. Greifen die Bestimmungen des neuen Kita-Zukunftsgesetzes (das wird im Sommer des kommenden Jahres der Fall sein), müssen Eltern, die einen Platz für ihre Kleinen beanspruchen, abgewiesen werden.

„Wir müssen uns dringend Gedanken darüber machen, wie wir in naher Zukunft das Problem bewältigen wollen“, stellte Ortsbürgermeisterin Christine Burkhard unlängst in der Ratssitzung fest und berichteteüber die gegenwärtige Platzknappheit. Entsprechend der Nachfrage und der Platzknappheit habe man beim zuständigen Jugendamt einen Antrag auf Genehmigung von weiteren Plätzen gestellt. Vorübergehend sei nunmehr die Genehmigung dafür ausgesprochen worden, dass statt der bisher 46 Plätze nunmehr 52 ausgewiesen werden können.

Allerdings, diese Genehmigung ist befristet und gilt allein für die Zeit vom 1.1.2020 bis zum 31. Juli 2020. Die Ortsbürgermeisterin: „Bis dahin muss eine Lösung auf den Tisch, denn der Blick in die Zukunft sagt uns, dass der Anspruch auf einen Kindergartenplatz nicht geringer wird. Wir müssen dann Eltern, obwohl das Gesetz was anderes aussagt, abweisen, weil wir keine Plätze haben.“ Auf eine entsprechende Frage aus den Reihen der Ratsmitglieder hielt Christine Burkhard fest, dass allein Kinder aus den Zweckverbands-Ortschaften die Einrichtung besuchen.



In der Zeit für die geltende Ausnahmegenehmigung im kommenden Jahr werden die Ganztagskinder ihren Mittagsschlaf im Mehrzweckraum halten. Als Sofortmaßnahme muss eine Möglichkeit zum Abdunkeln des Raumes geschaffen werden. Die Ortsbürgermeisterin erinnerte alle daran, dass dieser Mehrzweckraum einen erhöhten Lichteinfall durch die vielen Glasflächen hat. Derzeit werden dafür Angebote eingeholt. Sobald diese vorliegen, muss sich der Rat erneut mit der Thematik befassen. Ebenso mit dem Grundsatzproblem, denn das Jugendamt sei nicht bereit, die Genehmigung zu verlängern. 

Versagt haben die Ratsmitglieder die nachträgliche Zustimmung für Ruhebänke und Müllgefäße bei den beiden Kinderspielplätzen in der Garten- und Lerchenstraße (wir berichteten bereits). Ein „Nachsitzen“ gibt es jetzt ebenso für Ausgaben, die mit der Sanierung des Ludwig-Katz-Hauses in Zusammenhang stehen. Zwar legte Ortsbürgermeisterin Christine Burkhard allen Ratsmitgliedern die erbetene Kostenübersicht, wie von der Verwaltung erstellt vor, doch das reicht mehrheitlich den Ratsmitgliedern nicht aus. Es soll eine für die einzelnen Gewerke detaillierte Kostenermittlung vorgenommen werden. Der Vertreter der Verbandsgemeindeverwaltung Thaleischweiler-Wallhalben sicherte zu, dass eine solche erstellt und vorgelegt wird.