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Bauprojekt
Raiffeisen-Gelände wird belebt

 Die Brachfläche an der Luitpoldstraße soll sich wieder mit (Geschäfts-)Leben füllen.
Die Brachfläche an der Luitpoldstraße soll sich wieder mit (Geschäfts-)Leben füllen. FOTO: Jan Althoff
Zweibrücken. Auf einem Teil der Fläche erweitert Holzbau-Schneider den Betrieb. Auf dem größeren Teil ist ein Gewerbepark geplant. Von Fritz Schäfer

Das ehemalige Raiffeisen-Gelände liegt seit dem Wegzug des Unternehmens vor drei Jahren im Dornröschenschlaf. Jetzt möchte Norbert Schneider, Inhaber des angrenzenden Holzbau-Unternehmens, das Gelände neu beleben. Auf 3000 Quadratmetern gegenüber der früheren Firma Weinmann möchte Schneider den Holzbearbeitungsbetrieb mit einer Lagerhalle erweitern. Auf den restlichen rund 6000 Quadratmetern soll ein Gewerbepark entstehen.

Zu Beginn des Jahres hatte Schneider bereits das ehemalige Weinmann-Gebäude erworben (wir berichteten). Die Halle mit Kranbahn nutzt Schneider selbst. Dazu sind weitere Mieter eingezogen. „Bei den Gesprächen habe ich gemerkt, dass es einen Bedarf für kleine Gewerbeflächen zwischen 150 und 300 Quadratmetern für Dienstleister und Handwerker gibt“, sagte Schneider bei einem Pressegespräch.

Dabei werde bei der Umsetzung auf „Flexibilität“ geachtet, erklärte der Unternehmer. Während der seit drei Jahrzehnten dort ansässige  Holzbaubetrieb den kleineren Teil für die Erweiterung erwirbt, soll eine von Schneider zu gründende Vermarktungsgesellschaft das Gelände für den Gewerbepark erstehen. Die Option hat sich Schneider gesichert. Die Stadtnähe und gleichzeitige Nähe zur Autobahn nannte Schneider als Vorteil des Gebiets. Der Unternehmer hat das Gelände schon längere Zeit im Blick. Deshalb sei er bei der Stadt auf offene Ohren gestoßen, sagte Schneider, der die gute Zusammenarbeit mit der Verwaltung insbesondere mit der Wirtschaftsförderung betonte.



Deren Leiterin, Anne Kraft, machte in den letzten Jahren auch die Erfahrung, dass Flächen in der Größenordnung nachgefragt werden. Deshalb passe das Projekt zur Nachfragesituation, sagte Kraft. Die Vermarktungsgesellschaft und die Stadt wollen den Gewerbepark gemeinsam entwickeln.

Der Stadtvorstand und auch der Stadtrat hätten das Projekt begrüßt, merkte der künftige Oberbürgermeister Marold Wosnitza  an. Er begrüßte es, dass sich ein „gewachsenes Unternehmen“ an dem Standort weiterentwickeln möchte. Dazu sei ein Gewerbepark sehr sinnvoll. Mit dem Park würde die Luitpoldstraße aufgewertet, erklärt Wosnitza. Auf der anderen Straßenseite wäre auch noch Potenzial, sprach Wosnitza das Gelände um das Raiffeisen-Silo an.

Der künftige Oberbürgermeister erhoffte sich „Dynamik“ für das Gebiet durch den Gewerbepark. „Ich möchte das Projekt in den nächsten beiden Jahren umsetzen“, kündigte Schneider an. Die Erweiterung des eigenen Betriebs soll bereits in den nächsten Monaten erfolgen. Beim Gewerbepark warte er auf Interessenten. Wobei sich Schneider nach ersten Gesprächen sicher ist, dass es solche gebe. Dabei dachte er auch an die Betriebe im ehemaligen Parkbräu-Gelände.

Weitere Informationen erteilen Holzbau-Schneider, Tel. (06332) 3229 oder die Wirtschaftsförderung, Tel. (06332) 871 230.