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Pultermann: Bartsch soll Linke führen

Zweibrücken. Einen klaren Favoriten für den künftigen Bundesvorsitz der Linken hat die Zweibrücker Stadtverbandsvorsitzende der Partei: Katja Pultermann wünscht sich Dietmar Bartsch als "neues Gesicht" auf dem Posten. Der Rücktritt der bisherigen Partei-Chefin Gesine Lötzsch (wir berichteten) hatte eine Diskussion um die Neuaufstellung der Führungsspitze der Linken ausgelöst

Zweibrücken. Einen klaren Favoriten für den künftigen Bundesvorsitz der Linken hat die Zweibrücker Stadtverbandsvorsitzende der Partei: Katja Pultermann wünscht sich Dietmar Bartsch als "neues Gesicht" auf dem Posten. Der Rücktritt der bisherigen Partei-Chefin Gesine Lötzsch (wir berichteten) hatte eine Diskussion um die Neuaufstellung der Führungsspitze der Linken ausgelöst. Derzeit führt der intern umstrittene Klaus Ernst allein die Partei. Im Juni soll der Bundesvorstand neu gewählt werden.Auch in Zukunft soll die Bundespartei eine Doppelspitze mit einem Mann und einer Frau haben, findet Pultermann: "So steht es in unserer Satzung." Allerdings fällt der Zweibrücker Linken-Chefin auf Anhieb keine Kandidatin für den Posten ein. Eile sieht Pultermann aber ohnehin nicht geboten. Für sie reicht es, wenn die neue Führungsspitze nach den Landtagswahlen in Schleswig-Holstein (6. Mai 2012) und Nordrhein-Westfalen (13. Mai 2012) gekürt wird. Vor allem eines erhofft sie sich von der zukünftigen Parteiführung: "Dass die Querelen endlich aufhören und Ruhe in der Partei einkehrt."

Ähnlich äußert sich auch der Fraktionsvorsitzende im Zweibrücker Stadtrat, Matthias Nunold. Neben einem Ende der internen Querelen fordert er von der künftigen Parteispitze mehr Transparenz: "Ich will, dass unsere Politik mehr nach außen getragen wird." Personell hat sich Nunold dagegen noch keine Gedanken über die künftige Parteispitze gemacht. Eine Rückkehr von Oskar Lafontaine an die Spitze der Bundespartei würde Nunold allerdings grundsätzlich begrüßen.

Ebenso wie Pultermann wünscht er sich auch in Zukunft eine Doppelspitze mit einem Mann und einer Frau. "Ich gehe davon aus, dass sich genug Damen in unserer Partei für den Posten eignen", sagt Nunold. Seiner Ansicht nach müsse es aber nicht unbedingt sein, dass je ein Bundesvorsitzender aus dem Osten und dem Westen kommt: "Da sollte es auf die Qualität ankommen", fordert der Zweibrücker Fraktionschef. gda



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