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Wanderausstellung zieht durch Zweibrücken
Für „Soziale Stadt“ gibt es nicht nur ein Rezept

Zweibrücken. Was so alles das Programm „Soziale Stadt“ umfasst, darüber informierte eine kleine Wanderausstellung im Zweibrücker Rathaus. Mit Bildern von bereits umgesetzten Projekten (wie der Umgestaltung des Breitwiesen-Schulhofes), aber auch interessanten Informationen etwa zum kommunalen Verfügungsfonds, stellt sie einen informativen Überblick dar. Von Nadine Lang

Zwei Wochen gastierte die Ausstellung dort nun, um zunächst auch den Mitarbeitern der Stadtverwaltung eine Übersicht über die Arbeit des Quartiersmanagement zu geben. Anschließend macht sie an verschiedenen (noch nicht festgelegten) Orten in Zweibrücken Station, darunter das Behördenzentrum Max 1. Ihre Arbeit nach außen tragen, auch um mehr Mitmacher zu mobilisieren, das ist ebenfalls eine Aufgabe der drei Quartiersmanager Marco Müller, Yvonn Weber und Kim Siewert. „Es geht auch darum, Vernetzungsstrukturen aufzubauen“, erklärt Müller. „Es braucht starke Akteure, die miteinander wirken.“ Das sind sowohl Kooperationspartner, als auch die Menschen selbst, die in den beiden Quartieren „Soziale Stadt an der Steinhauser Straße“ und „Soziale Stadt entlang des Hornbachs/Breitwiesen“ leben. Ziel des Programms „Soziale Stadt“ ist die Stabilisierung und Aufwertung städtebauliche, wirtschaftlich und sozial benachteiligter und strukturschwacher Stadt- und Ortsteile. Das umfasst den Aufbau sozialer Infrastruktur, Sanierung des Wohnungsbestands, attraktivere Gestaltung des Wohnumfelds, die Bündelung baulicher Investitionen der Stadterneuerung aber auch die Förderung von Bildung, Beschäftigung und Integration. Die Zusammenarbeit mit dem Stadtbauamt ist dabei genauso wichtig, wie die mit den Kooperationspartnern. Ein besonderes Flaggschiff ist dabei etwa das darin verankerte Projekt Kanadapark, bei dem unter anderem eine Altenpflegeeinrichtung entstehen soll.

Eine Herausforderung für die Quartiersmanager: Da sich die beiden Gebiete durch Altersstrukturen und Bedürfnisse sehr unterscheiden, lässt sich nicht das eine Konzept erstellen, das universell anwendbar ist. Stattdessen stehen sie vor der Aufgabe, für jedes Quartier das passende Konzept zu ermitteln, was nur durch die Rückmeldung der Anwohner möglich ist. In dem Quartier Steinhauser Straße, in dem Quartiersmanager erst seit einem Jahr präsent vor Ort sind, ist da zum Beispiel ein Leseclub für Kinder entstanden. Die Anwohner selbst miteinander vernetzen, auch das soll in beiden Quartieren angeregt werden, wie etwa in den Breitwiesen durch den Quartierstreff oder das Projekt Alexa. Kleinere Aktionen wie etwa Mal-Aktionen gehören ebenfalls dazu. Dadurch sollen sich auch die Menschen untereinander kennenlernen und vielleicht sogar Freundschaften entstehen. Die Quartiersmanager können aber auch direkt in den Büros in den Quartieren vor Ort aufgesucht werden.