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Informationstreffen
„Heimat shoppen“ nicht nur an Aktionstagen

Die bundesweite Aktion „Heimat shoppen“, an der auch Zweibrücken teilgenommen hat, war für die Händler ein Erfolg.
Die bundesweite Aktion „Heimat shoppen“, an der auch Zweibrücken teilgenommen hat, war für die Händler ein Erfolg. FOTO: Industrie- und Handelskammer Saa / IHK Saarland
Zweibrücken. Stadtmarketing und Gemeinsamhandel hatten zum Informationstreffen geladen. Von Fritz Schäfer

(sf) Im September beteiligten sich die Zweibrücker Händler an den bundesweiten Aktionstagen „Heimat shoppen“. „Das war richtig gut“, sagte die Beauftragte für das City-Management, Petra Stricker, bei einem Informationstreffen von Stadtmarketing und Gemeinsamhandel im Rathaus. „Wir haben das Thema angeschoben. Jetzt müssen wir es kontinuierlich weiterführen. Nicht nur an den Aktionstagen.“

So sollen im Januar Anzeigen und Plakate für das Einkaufen in den Geschäften der Stadt werben. Mit der von der IHK Mittelrhein initiierten Aktion versuchen die Einzelhändler, der Online-Konkurrenz entgegen zu treten. Bei den Aktionstagen hätten sie viele Kunden darauf angesprochen, berichtete Martina Steinbeck, Chefin der Buchhandlung Thalia. „Deshalb ist es wichtig, dass wir weitermachen.“

Bei dem Treffen informierte Stricker auch über die weiteren Aktivitäten von Gemeinsamhandel und Stadtmarketing. So würden sich die Händler jeden dritten Freitag im Monat zu einem Gedankenaustausch bei einem Frühstück im Mehrgenerationenhaus treffen. Die City-Management-Beauftragte warb auch für das „Lichterfest“ am Samstag, 17. November, auf dem Schossplatz (wir berichteten), sowie die weiteren gemeinsamen Aktivitäten im Advent und beim Weihnachtsmarkt.



Dabei wurde auch das Thema der Ladenöffnungszeiten an den Adventssonntagen wieder angesprochen. „Wir brauchen da längere Öffnungszeiten. Mindestens bis 16 Uhr. Da beißt keine Maus den Faden ab“, appellierte der Vorsitzende der Händlervereinigung, Andreas Michel, an die Geschäfte. Der Chef des Edeka-Markts im Hilgardcenter, Dieter Ernst, warb ebenfalls für eine längere Öffnungszeit. Gleichwohl sagte er: „Es muss aber jedem klar sein, dass man dann nicht gleich von Kunden überrannt wird. Da braucht man einen langen Atem.“

Laut Stricker ist auch das Kooperationsprojekt „Gemeinsam digital handeln“ gut angelaufen. 19 Personen würden an der Schulung mitwirken. Auch hier warb Ernst, dass sich noch mehr Händler beteiligen sollen. „Wir schaffen eine Plattform, auf der wir uns darstellen können, wie wir es wollen.“ Mit einem Zitat eines Teilnehmers beschrieb Stricker den Sinn des Projekts: „Digital anlocken und dann analog überzeugen.“

Stricker blickte bei dem Treffen auch auf die Veranstaltungen im kommenden Jahr. So kämen im April wieder Händler aus Zweibrücken auf den Schlossplatz. Im Mai sind der Fischmarkt und „Zweibrücken kunstvoll“ und im Juni der Kindertag geplant. „Am Konzept des Saarländertages halten wir fest. Auch wenn die Homburger Händler etwas machen“, erklärte Stricker. Eine Oldtimerrallye im August oder „Halloween“ im Oktober stehen weiter auf dem Jahresprogramm.

Zu Beginn gratulierte Stricker Dieter Ernst für den Erfolg als Premier-Finalist beim Mittelstandspreis (wir berichteten). „Dafür danke ich der Wirtschaftsförderin Anne Kraft, die unser Geschäft nominiert hat und den Kunden, die mit dazu beitragen“, sagte Ernst.