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Gefährliche Erkundungstour auf L 471 in Zweibrücken
Ordnungshüter retten Nilgansfamilie

 Neun Nilgänse auf der L471.
Neun Nilgänse auf der L471. FOTO: Polizeiinspektion Zweibrücken
Zweibrücken. Die neun Tiere waren im sogenannten Bahneinschnitt auf gefährliche Abwege geraten.

Eine Vogelfamilie mit zwei Alttieren und sieben Küken hat sich am Fastnachtsdienstag gegen elf Uhr ausgerechnet die vielbefahrene Landesstraße 471 in Zweibrücken („Bahneinschnitt“) zum Spazierengehen ausgesucht. Besorgte Verkehrsteilnehmer informierten die Polizei, die sich zusammen mit Bediensteten des Ordnungsamts auf den Weg machte, um die Wandergruppe in Sicherheit zu bringen. Da die Eltern nicht von der Seite ihrer Küken wichen, gelang die gemeinsame Einfangaktion von städtischem Vollzugsdienst und Polizei und die neunköpfige Entenfamilie konnte von den Bediensteten des Ordnungsamts an einer ungefährlichen Stelle im Stadtgebiet wieder in die Freiheit entlassen werden, wie die Polizei mitteilte.

Die Polizei schrieb von einer „Entenfamilie“. Auf der Merkur-Facebookseite identifizierten Hans-Peter Jörg und Rainer Noa die Vogelfamilie als Nilgänse. Die Polizei lag aber auch richtig – denn Nilgänse gehören zu den Entenvögeln. Die aus Afrika stammende Nilgans hat sich in den vergangenen Jahren in Rheinland-Pfalz stark ausgebreitet. Auch im Zweibrücker Rosengarten sind Nilgänse bereits Stammgäste (wir berichteten) und ein beliebtes Motiv von Hobbyfotografen.

„Wenn es wirklich Nilgänse waren, dann Chapeau“, lobt Stefanie Rauch den Ordnungshüter-Einsatz auf Facebook: „Die sind äußerst aggressiv während der Brut- und Aufzuchtszeit!“



(lf)