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Verfolgungswahn
Polizei überwältigt bewaffneten Mann

Foto: Carsten Rehder/dpa
Foto: Carsten Rehder/dpa FOTO: Carsten Rehder / dpa
Zweibrücken. Den gestrigen Dienstag werden zwei Zweibrücker Polizeibeamte mit Sicherheit nicht so schnell vergessen.

Sie waren einem Notruf nachgegangen, den ein 30-Jähriger am Nachmittag ausgelöst hatte. Er hatte mehrfach den Notruf der Polizei und des Rettungsdienstes gewählt. Er meldete, dass er von einer Nachbarin verfolgt werde und Angst um sein Leben habe. Als Funkstreife und Rettungsdienst an der Adresse des Anrufers vorfuhren, verließ der Mann gerade das Haus. Er hatte ein langes Küchenmesser und eine Nagelschere mit Klebeband an seiner rechten Hand fixiert. In der linken Hand hielt er einen Hammer und im Hosenbund steckte - gut sichtbar - ein Revolver. Unter Androhung von Schusswaffengebrauch wurde er aufgefordert, alle Gegenstände auf dem Boden abzulegen. Nachdem er dieser Aufforderung nachgekommen war, sollte er gefesselt werden. Hiergegen wehrte er sich, indem er um sich schlug. Nur unter erheblichem Kraftaufwand gelang es, den Mann auf dem Boden zu fixieren und zu fesseln. Es stellte sich heraus, dass er sich in einer psychischen Ausnahmesituation befand. Er wurde vom Ordnungsamt ins städtische Krankenhaus nach Pirmasens gebracht, wo er seither untergebracht ist. Bei dem Einsatz wurden laut Polizei zwei Beamte verletzt. Sie erlitten Prellungen und Schürfwunden und sind derzeit nicht dienstfähig. Gegen den Mann wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstand gegen Polizeibeamte eingeleitet.

(red)