| 23:13 Uhr

Polizeipräsidium Westpfalz
Polizei ehrt Zweibrücker als „Held des Alltags“

Kaiserslautern. Zwölf besondere Menschen aus der Westpfalz sind am Donnerstag vom Polizeipräsidium für ihr mutiges Verhalten geehrt worden. Sie hätten im vergangenen Jahr Zivilcourage bewiesen und sich dadurch von der breiten Masse abgehoben. Die Bürger hätten „hingeschaut und sich eingemischt, wo andere wegschauen“.

Zwölf besondere Menschen aus der Westpfalz sind am Donnerstag vom Polizeipräsidium für ihr mutiges Verhalten geehrt worden. Sie hätten im vergangenen Jahr Zivilcourage bewiesen und sich dadurch von der breiten Masse abgehoben. Die Bürger hätten „hingeschaut und sich eingemischt, wo andere wegschauen“.

Polizeipräsident Michael Denne begrüßte die „Helden des Alltags“ zu einer kleinen Feierstunde in Kaiserslautern. Er überreichte ihnen als Anerkennung und Dankeschön die Medaille des Polizeipräsidiums Westpfalz sowie eine Urkunde. Der Polizeipräsident bedankte sich für die gezeigte Mitmenschlichkeit, Solidarität und den Bürgermut: „Sie haben Zivilcourage gezeigt. Das verdient unser aller Dank.“

Manfred Schwarz aus Zweibrücken ist einer der Ausgezeichneten, konnte aber seine Medaille am Donnerstag nicht persönlich entgegennehmen. Er hatte sich im Juli 2017 vorbildlich verhalten. Er beobachtete einen jungen Mann, der aus dem Hinterausgang eines Pflegeheimes herauskam. Da ihm die Situation komisch vorkam, informierte er die Polizei und fuhr dem Mann mit seinem Auto hinterher. Bei der Polizei war bereits kurz zuvor von einer Zeugin mitgeteilt worden, dass ein junger Mann im Keller des Pflegeheimes mehrere Spinde aufgebrochen hatte. Dabei sei er gestört worden und aus dem Gebäude geflüchtet. Schwarz konnte den Tatverdächtigen und seine Bekleidung genau beschreiben und hielt ständigen Kontakt mit der Polizei. Die nahm kurz darauf den jungen Mann fest.



Polizeipräsident Michael Denne erklärte, dass die Rettungskräfte und die Polizei nicht überall sein können. „Deshalb dürfen wir das Helfen nicht allein dem Staat überlassen. Jeder Einzelne sollte Bereitschaft zeigen, Verantwortung für andere Menschen in Not zu übernehmen“, so der Präsident. Den „Helden des Alltags“, die diese Bereitschaft bewiesen und Verantwortung für andere Menschen in Not übernommen hatten, galt Dennes besonderer Dank.