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Initiative sucht Mitstreiter
Plattform für Umweltaktivitäten

 Zweibrücken vernetzt will die verschiedenen Initiativen vom Nabu bis zu Fridays-for-Future (Foto)zusammenbringen.
Zweibrücken vernetzt will die verschiedenen Initiativen vom Nabu bis zu Fridays-for-Future (Foto)zusammenbringen. FOTO: Jan Althoff
Zweibrücken. ZW-vernetzt möchte bestehende Gruppen zusammenbringen. Dabei sollen auch neue Projekte angegangen werden. Von Fritz Schäfer

„Wir wollen keine Gruppe, die schon länger aktiv ist, ausbooten. Wir wollen vielmehr eine Plattform für Umweltaktivitäten sein“, benennt Stefan Paul die Intention der Gruppe ZW-vernetzt. Im vergangenen Herbst sei in Gesprächen im Freundeskreis die Idee entstanden. Bei den Gesprächen sei es auch um den menschengemachten Klimawandel gegangen. „Uns war allen klar, dass wir jetzt etwas tun müssen. In einigen Jahren ist es zu spät.“ Auch in Zweibrücken gebe es schon einige Gruppen, die in dem Bereich bereits aktiv seien vom Nabu über Fridays-for-Future, Pro Fahrrad, 1001-Bäume, Soziale Stadt, die Grünen bis zur Energieberatung bei den Stadtwerken. Und mit dem Klimaanpassungscoach mache die Stadt einen Schritt in die Richtung. Auch die VHS widme sich mit einem Kurs „Zero waste“ dem Thema. Doch Zweibrücker, die nicht in einer der Gruppen sind, fragten sich: Wer macht was? Was kann ich tun? Und da möchte ZW-vernetzt „eine Plattform“ für alle interessierten Bürger sein.

Dabei soll keiner mit dem Finger auf den anderen zeigen, der noch nicht „so umweltbewusst lebt“. Die Gruppe sei noch am Wachsen. War es zu Beginn ein gutes Dutzend, waren es bei einem Treffen Ende Januar bereits 34. Dabei waren auch Personen, die in anderen Gruppen engagiert sind. „Da ist jeder willkommen. Es ist gut, wenn sich die Leute kennenlernen und auf andere Aspekte des Themas aufmerksam werden.“

Einmal im Monat trifft sich die Gruppe im Sportheim des SVN Zweibrücken an der Hofenfelsstraße. Das nächste Treffen findet am Dienstag, 3. März, 19 Uhr, statt. Dann wird weiter über eine Zukunftswerkstatt geredet. Bei dem Workshop soll es zusammen mit der Energieagentur Rheinland-Pfalz um das Thema Energie gehen. Nach Pauls Vorstellung soll die offene Veranstaltung noch im ersten Halbjahr stattfinden.



Eine weitere Überlegung des selbstständigen IT-Beraters ist die Gründung einer Energiegenossenschaft. „Da gibt es bereits einige im Land. Zweibrücken ist allerdings noch ein weißer Fleck“, bedauert der Physiker. Dabei sei eine Energieerzeugung über Photovoltaikanlagen eine zukunftsfähiges Geschäftsmodell. Wobei Paul die Schwierigkeiten nicht verkennt. „Wir suchen noch Leute, die sich dabei einbringen können.“ Wer sich interessiert könne sich bei ihm melden: stefan.paul@citi-gmbh.de.

Auch Permakultur schwebt Paul als ein Thema vor. Das Konzept sieht einen nachhaltigen (permanente) Gartenbau und Landwirtschaft vor.