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Planspiel Börse: Siegerteam am Helmholtz-Gymnasium
„Smarties“ spekulieren am nachhaltigsten

 Die beiden Helmholtz-Gewinnerteams mit ihren Lehrkräften und Markus Heim (3. von links) von der Sparkasse Südwestpfalz.
Die beiden Helmholtz-Gewinnerteams mit ihren Lehrkräften und Markus Heim (3. von links) von der Sparkasse Südwestpfalz. FOTO: Nadine Lang
Zweibrücken. Zwei ausgezeichnete Teams am Zweibrücker Helmholtz-Gymnasium beim Planspiel Börse der Sparkasse Südwestpfalz. Von Nadine Lang

28 000 Teams aus Deutschland, Italien, Frankreich, Schweden, Russland und Mexiko nehmen jedes Jahr am Online-Lernspiel „Planspiel Börse“ teil, das von den europäischen Sparkassen durchgeführt wird. Auch im Geschäftsgebiet der Sparkasse Südwestpfalz beteiligten sich im vergangenen Jahr 10 Schulen, 233 Schüler und es wurden insgesamt 64 Depots eröffnet. Elf Wochen dauert die Spielzeit, die im Dezember zu Ende gegangen ist.

Nun wurden nicht nur die Ergebnisse ausgewertet, sondern auch die Gewinner mit Urkunden und Bargeld ausgezeichnet. Teilgenommen hat auch wieder das Zweibrücker Helmholtz-Gymnasium – und nicht nur das, in einer von zwei Wertungskategorien erreichten zwei Teams vordere Plätze. Markus Heim, Leiter der Sparkassen-Filialdirektion Pirmasens-Zweibrücken, war darum am Donnerstag zu einer kleinen Feierstunde ins Helmholtz-Gymnasium gekommen.

„Ziel des Planspieles ist es auch zu lernen, wie wir auch privat mit Investitionen umgehen sollten“, erklärte er den Schülern. 38 Teams gingen bei der Sparkasse Südwestpfalz an den Start. 70 Prozent machten Verluste, nur 30 Prozent erzielten Gewinne. Über diese große Verlustquote musste sich auch Markus Heim seine Gedanken machen. „Das Problem, mit dem die Schüler umgehen mussten, war der knappe Zeitraum“, erklärte er. Ein Zeitraum, in dem sich der Dax außerdem trotz des sehr guten Börsenjahrs nach unten entwickelte. „Ihr musstet das tun, was man eigentlich nicht tun sollte, ihr musstet zocken“, erklärte Markus Heim den Schülern.



Eine Sache, die man aus dem Planspiel Börse eigentlich nicht lernen sollte, darum Heims Tipp für das „echte Leben“: „nicht zocken, Ruhe und Coolness bewahren.“

Gezockt hatten in diesem Jahr aber alle irgendwie, wenn auch nicht jeder gleich erfolgreich. Gleich zwei Teams des Helmholtz-Gymnasiums erreichten aber beachtenswerte Plätze in der Nachhaltigkeits-Wertung, die neben der Depot-Wertung eine eigenen Wettbewerbskategorie bildet. Ziel des Themenschwerpunkts „Nachhaltigkeit” ist es, zukunftsorientiertes und verantwortungsvolles Handeln schon bei jungen Leuten zu fördern. Denn langfristige Strategien sollen kurzfristiges Handeln ersetzen – ohne dabei ökonomische Faktoren aus dem Blick zu verlieren. Darum ging es in dieser Kategorie um den Handel mit Aktien von Unternehmen, die nicht nur an den schnellen Gewinn, sondern auch an Umweltschutz und Nachhaltigkeit denken. Hier überzeugte das Team „Smarties“ mit einem Nachhaltigkeitsertrag von 1244,53 Euro. Das Team setzte auf die Wertpapiere von Kering und Atlas Copco und erzielte in der Gesamtwertung den ersten Platz. Das Team „Billionairsclub“ legte sich die Wertpapiere von Kering ins Depot und konnte so den dritten Platz in der Nachhaltigkeitsbewertung erzielen.

Das Gewinnerteam „Smarties“ entschied sich für eine Taktik aus Coolness und Zocken. „Wir haben erst gezockt und es dann laufen gelassen“, erklärt Hannah Körner. In einer Whats-App-Gruppe tauschten sich die Zehntklässlerinnen über ihre Entscheidungen aus, bevor im Sinne der Gruppe gehandelt wurde.