| 23:18 Uhr

Ein erfahrener Pilger berichtet
Pilgern auf dem Camino Portugues

Der Ort Pontevedra am Übergang der Via Romana über den Fluss Lérez.
Der Ort Pontevedra am Übergang der Via Romana über den Fluss Lérez. FOTO: Franz Nicklis
Zweibrücken. Franz Nicklis berichtet bei einem Vortrag beim AHPB über seine Erfahrungen als Wanderer und Pilger.

(cvw) Der ambulante Hospiz- und Palliativ- Beratungsdienst Südwestpfalz (AHPB) öffnet erneut seine Räume für eine interessante Veranstaltung. Der erfahrene Pirmasenser Pilger Franz Nicklis war im vergangenen Jahr im Norden Portugals und Spaniens unterwegs. Am Mittwoch, 11. April berichtet er um 18 Uhr im AHPB, Poststraße 35, in Zweibrücken mit eindrucksvollen Bildern von der Küstenvariante mit der Variante Espirituale, die von Porto nach Santiago de Compostella führt. Der Eintritt ist frei.

Wie kommt es denn eigentlich, dass der Jakobsweg in Portugal der zweitbeliebteste überhaupt nach dem Camino Francés ist? Auch darauf wird Franz Nicklis, der beide Wege gepilgert ist und zuletzt in Italien auf den Spuren von Franz von Assisi nach Rom unterwegs war, sicherlich Antwort geben können. Für viele Menschen, die zum ersten Mal pilgern, lockt die Route am Meer entlang. Der Jakobsweg in Portugal ist mit wenigen Steigungen relativ leicht zu gehen und mit rund 250 Kilometern Länge recht übersichtlich. Menschen, die wenig Zeit haben und dennoch eine Pilgererfahrung machen möchten, können in 14 Tagen den gesamten Weg schaffen, inklusive der An- und Abreise.

Der Camino Portugues hat seine eigenen Reize: Viele mittelalterliche Brücken, vom Weinanbau geprägte Landstriche, Maisfelder, von Kopfsteinpflaster durchzogene, alte portugiesische Dörfer und reizvolle Städte mit malerischer Architektur. Nach rund 120 Kilometern wird in der Stadt Valenca die Grenzbrücke nach Tui und damit die Grenze zwischen Spanien und Portugal überschritten.



Die beiden Städte selbst bieten zudem Sehenswertes: Valenca besitzt eine große Festungsanlage und Tui eine interessante Kathedrale. Auch Barcelos mit seiner malerisch gelegenen alten Burgruine und dem Fluss davor ist beeindruckend. Ebenso Ponte de Lima als eine der ältesten Städte Portugals mit ihrer reizvollen Brücke.

Wer mit dem Gedanken spielt, sich einmal auf einen Pilgerweg nach Santiago de Compostella zu machen, kann an diesem Abend wertvolle Anregungen und Informationen bekommen.

Der Startpunkt Porto hat viel Sehenswertes – hier die Kathedrale.
Der Startpunkt Porto hat viel Sehenswertes – hier die Kathedrale. FOTO: Franz Nicklis