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Nachruf
Pfarrer Emanuel würdigt Kardinal Karl Lehmann

Zweibrücken. Der Zweibrücker Pfarrer Wolfgang Emanuel hat den  gestern gestorbenen Kardinal Karl Lehmann als einen hoffnungsfrohen Menschen, der nicht resigniert hat, gewürdigt. Er selbst habe Lehmann 1983 persönlich im Priesterseminar in Mainz kennengelernt, wo der Verstorbene bis 2016 das Amt des Bischofs bekleidete.

Emanuel sei ihm als Student sehr oft begegnet. „Er hat es verstanden, von der menschlichen Seite zu überzeugen“, erinnert sich der Zweibrücker in einem Gespräch mit dem Merkur. Lehmann sei weltoffen gewesen und habe auf die Zeichen der Zeit reagiert. So seien seine Bemühungen nun auch im Schreiben „Amoris Leatitia“ von Papst Franziskus geteilt worden, wonach auch evangelische Ehepartner und Wiederverheiratete die Kommunion empfangen dürfen. Besonders schätzt Emanuel an Lehmann, dass dieser trotz unterschiedlicher Auffassungen, wie beispielsweise beim Thema Schwangerschaftsabbruch, nie den Bruch mit der katholischen Kirche vollzogen hat: „Er hat Disziplin gehalten und war auf die Einheit der Gesamtkirche bedacht.“ Immer wieder gerne schaut er sich das gemeinsame Foto an, das während der Feier des 50. Geburtstages von Lehmann gemacht wurde.