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Personalkosten der Stadt steigen um 485 000 Euro

Zweibrücken. Mit einer Gehaltssteigerung von 1,5 Prozent hatte die Stadtverwaltung gerechnet und deshalb im Haushalt für 2012 rund 245 000 Euro mehr Personalkosten als 2011 eingestellt. Nach dem am Wochenende ausgehandelten Tarifvertrag erhalten die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in diesem Jahr rückwirkend zum 1. März 3,5 Prozent mehr Gehalt (wir berichteten)

Zweibrücken. Mit einer Gehaltssteigerung von 1,5 Prozent hatte die Stadtverwaltung gerechnet und deshalb im Haushalt für 2012 rund 245 000 Euro mehr Personalkosten als 2011 eingestellt. Nach dem am Wochenende ausgehandelten Tarifvertrag erhalten die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in diesem Jahr rückwirkend zum 1. März 3,5 Prozent mehr Gehalt (wir berichteten). "Das sind noch einmal rund 240 000 Euro mehr Personalkosten als geplant", sagt Stadtsprecher Heinz Braun.Deshalb werde ein Nachtragshaushalt notwendig, fügt Braun hinzu. Insgesamt zahlt die Stadt in diesem Jahr rund 485 000 Euro mehr an die Beschäftigten als im vergangenen Jahr. Auf Grundlage des Tarifvertrags, der im kommenden Jahr zwei Erhöhungen von jeweils 1,4 Prozent im Januar und August vorsieht, steigen die Personalkosten 2013 um rund 346 000 Euro im Vergleich zu diesem Jahr.

"Die Gehaltssteigerung wird den Zweibrücker Haushalt noch weiter belasten", stellt Oberbürgermeister Helmut Reichling fest. Gleichwohl steht der Oberbürgermeister zu seiner bereits zu Beginn der Tarifauseinandersetzung genannten Aussage, dass "für gute Arbeit ein gutes Gehalt bezahlt werden muss". Nach seiner Erfahrung werde die in der öffentlichen Verwaltung geleistete Arbeit in der Bevölkerung oft unterschätzt. Reichling gibt auch zu bedenken, dass durch den Tarifabschluss, der über der Inflationsrate liegt, die Mitarbeiter im öffentlichen Dienst "mehr Geld in der Tasche" haben werden. Der Oberbürgermeister erwartet, dass das mehr verdiente Geld wieder in den Wirtschaftskreislauf der Region fließt. Erfreut ist Reichling, dass die Einigung in der Tarifauseinandersetzung ohne Arbeitskampf ausgekommen ist. Damit sei die Belastung der Bürger abgewendet worden.

In Zweibrücken waren beim zweiten Warnstreik vor einer Woche vier städtische Kindergärten geschlossen. Der Betrieb in der Stadtverwaltung war nicht wesentlich gestört, auch wenn rund 100 Beschäftigte der Verwaltung an der zentralen Kundgebung in Mainz teilgenommen hatten (wir berichteten). sf