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Ohne Stress seine Ziele erreichen

Wege aus der Stressfalle zeigte Michael Hilgert dem Zweibrücker Publikum in der Festhalle. Foto: Jörg Jacobi
Wege aus der Stressfalle zeigte Michael Hilgert dem Zweibrücker Publikum in der Festhalle. Foto: Jörg Jacobi FOTO: Jörg Jacobi
Zweibrücken. „Stress reduzieren – Motivation finden“ hieß es gestern Abend während einer gut besuchten Veranstaltung der Fyb-Academy in der Zweibrücker Festhalle. Auch einige Fans der Kelly-Family hatten sich eingefunden, um Joey, das frühere Mitglied der Musikgruppe, zu begrüßen. Norbert Rech

Jeder Mensch hat nur ein Leben - dieses sollte er optimal verbringen. Das ist die Botschaft von Michael Hilgert, der Freitagabend auf Einladung der Fyb-Academy in der Zweibrücker Festhalle zum Thema "Stress reduzieren - Motivation finden" referierte. "Durch Stress entstehen 53 Millionen Krankheitstage in Deutschland", so Hilgert, der eine Größe im Führungskräftetraining ist. Ursache für Stress liege meistens im Verhalten und Gehirn. Er entstehe im familiären Umfeld, während der beruflichen Tätigkeit und durch gesundheitliche Beschwerden. Stress überdauere auch Generationen, wie Untersuchungen nach den Ereignissen des Terroranschlages in New York 2001 belegen würden.

Auslöser sei die Freisetzung von Spiegelneuronen im Gehirn: "Je emotionaler wir reagieren, desto mehr werden freigesetzt." Negative Einflüsse seien auch stärker als positive Stimmungen. Auch wenn diese in der Minderheit seien, würden sie sich durchsetzen. Hilgert stellte dem überwiegend jungen Publikum auch Übungen vor, mit denen Stress verringert werden kann. Bei einer wird vier Sekunden eingeatmet, vier Sekunden die Luft angehalten und vier Sekunden ausgeatmet.

Ein weiterer Gast der Fyb-Academy war Joey Kelly, das frühere Mitglied der Musikgruppe Kelly-Family. Er erinnerte an den Spruch seines Vaters Dan "Das Geld liegt auf der Straße". Der heutige Extremsportler hat diese Weisheit verinnerlicht und ohne Geld - allein durch das Gewinnen von 183 Sponsoren - im Hochsommer 2012 die USA durchquert. "Ich hatte 500 vierblättrige Kleeblätter verkauft", verriet er den Besuchern im gut gefüllten Heinrich-Gauf-Saal. Im Grunde könne jeder seine Ziele erreichen, wenn er nur einen eisernen Willen dazu hat. Er erinnerte an den langen Weg seiner eigenen Familie zum Ruhm. Es habe niemand erwarten können, dass Straßenmusiker einmal vor 50 000 Menschen auftreten. Träume sollte man nie aufgeben. Der Wille werde am Ende immer belohnt.