| 21:40 Uhr

OGV Oberauerbach
Für jeden Geschmack etwas dabei

Fritz Schwab während seines Vortrags zu den Apfelsorten.
Fritz Schwab während seines Vortrags zu den Apfelsorten. FOTO: Margarete Lehmann
Zweibrücken. Der OGV Oberauerbach stellte bei einer Verkostung mit anschließender Prämierung 15 Apfelsorten vor. Von Peter Fromann

Friedrich Schwab vom Vorstand des OGV Oberauerbach hatte sich schon im Vorfeld seiner Apfelpräsentation viel Mühe gemacht. Von 15 Sorten hatte er je eine Große Schale voll mitgebracht, zum Probieren und dann Prämieren. „Acht Sorten haben wir in unserem Lehrgarten gepflückt, dieses Jahr ist ein gutes Apfeljahr, trotz der langen Dürreperiode, alle Äpfel sind natürlich bei uns ungespritzt“, sagte Schwab

Der Apfel ist das liebste Obst der Deutschen: Jeder Bundesbürger verputzt durchschnittlich im Jahr zirka 33 Kilogramm – je nach Vorliebe roh oder gekocht, als Apfelkuchen, Apfelsaft, Apfelmus oder im Winter als wärmenden Apfelpunsch. Zu Recht hat der Apfel den Ruf, zu einer gesunden Ernährung beizutragen, denn er hat jede Menge gesunde Inhaltsstoffe zu bieten. Fruchtsäuren wirken zum Beispiel wie eine biologische Zahnbürste, Apfelsäure wirkt gegen Rheuma oder Gicht. Die Fruktose im Apfel fördert die Konzentration und hält den Blutzuckerspiegel konstant.

Alle mitgebrachten Sorten wurden ausführlich per Dias vorgestellt. Auf einem Apfeltestbogen konnte jeder der gut 30 Teilnehmer die Äpfel bewerten. Über 4000 Apfelsorten gibt es, zu kaufen gibt es beim Discounter aber höchstens zehn.



Ganz neu ist die Sorte Red Moon. Es gibt sie noch nicht im Handel. Äußerlich und im Fruchtfleisch ist der Apfel zart rot, der Geschmack ist angenehm säuerlich, das Fruchtfleisch ist fest. Er errang die Sympathie vieler Teilnehmer. Viele Namen haben einige Teilnehmer noch nie gehört: Kanzi aus Japan, Fuji, der bei uns angebaut wird. Manche Sorten stammen aus dem 19. Jahrhundert.

Am Ende siegen Berlepsch, der reich an Vitamin C ist, und Rubinette, jeweils alte Sorten. Boskop bleibt der Star für Apfelkuchen. Und dann gab’s noch ein Rätsel zu lösen: Eine männerfaustgroße schwere Frucht, hellgelb, wurde herumgereicht, das Fruchtfleisch ist fest und unglaublich saftig, der Geschmack leicht nach Birne. Und in der Tat: Nashi ist eine Kreuzung aus Apfel und Birne. Der Geschmack Birne wurde von allen herausgeschmeckt. Aber verrückt nach Nashi war niemand.

Manfred Bäsel, Schriftführer des OGV, gab schließlich bekannt: „Am 19. Januar 2019 findet zusammen mit den Landfrauen das große Apfelkuchenessen im Bürgerhaus in Oberauerbach statt.“ Da gibt es wieder verschiedene Sorten Apfelkuchen zu probieren. Am 15. Februar um 19 Uhr findet der theoretische Teil des nächsten Baumschnittkurses statt, wieder im Bürgerhaus. Am 16. Februar, 14 Uhr, folgt der praktische Teil im Obstschulgarten.

Am 15. März, um 19 Uhr im Bürgerhaus, werden mitgebrachte Bodenproben getestet, mit Analyse und Düngerempfehlung. „Denn ohne Wissen um die Bodenqualität im Garten ist man eigentlich ratlos und bringt auch nichts Vernünftiges zustande. Viele Äpfel und Obste ganz allgemein verlangen einen ganz bestimmten speziellen Boden“, betont Schwab.