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Ich lebe gerne in
Obstbauer treffen sich an historischem Ort

Der Obst- und Gartenbauverein sucht dringend aktiven Nachwuchs.
Der Obst- und Gartenbauverein sucht dringend aktiven Nachwuchs. FOTO: nob / Norbert Rech
Die Gärtnerklause befindet sich im Gewölbe des früheren Gasthauses Ladenberger. Am Sonntag wird rund um die Kirche St. Pirmin das Sommerfest gefeiert.

Viele interessante Ecken gibt es in dem Zweibrücker Stadtteil Bubenhausen. Auch wenn der Luftangriff im März 1945 hier unermessliche Schäden verursacht hat, gibt es noch einige schmucke Gebäude zu bewundern. Auch historisch hat der Ort einiges zu bieten. So wurde im ehemaligen Gasthaus Ladenberger in der heutigen Friedrich-Ebert-Straße 63 das Hambacher Fest vorbereitet. Vom Gründungsort des „Press- und Vaterlandsvereins“ ist aber heute kaum noch etwas zu sehen. An der Apotheke weist nur noch eine Gedenktafel auf den geschichtsträchtigen Ort hin. Einzig der Gewölbekeller ist noch erhalten. Hier befindet sich die Gärtnerklause des 1912 gegründeten Obst- und Gartenbauvereins.

Dessen 268 Mitglieder kümmern sich um ein schöneres Ortsbild in Bubenhausen. Sie pflegen einige grüne Ecken in dem Zweibrücker Stadtteil und sorgen dafür, dass der Dorfplatz das ganze Jahr über in einem attraktiven Zustand bleibt. Auch bei der Kirche St. Pirmin sind sie für den Blumenschmuck im Einsatz. Hier findet am Sonntag,5. August, auch das Sommerfest statt, das an die frühere Kerb erinnern soll, die eigentlich an diesem Wochenende gefeiert würde. Los geht es um zehn Uhr auf dem Platz vor der Kirche. „Es wird auch wieder Musik geben“, informiert der Vorsitzende Hans Kennerknecht. Neben geräucherten Forellen soll für das Mittagessen auch gegrillt werden. Am Nachmittag werde Kaffee und Kuchen serviert.

Auch sonst versucht der Verein seinen Mitgliedern noch etwas zu bieten. So finden regelmäßig Kaffeenachmittage statt. Beim Obst- und Gartenbauverein steht heute hauptsächlich die Geselligkeit im Mittelpunkt. So gibt es eine Töpfergruppe. Am 17. Oktober wird Heiko Hübscher einen Vortrag über Gärten in England halten. Auch Ausflüge wie die jüngste Fahrt zur Landesgartenschau nach Lahr oder Fahrten wie im September nach St. Johann im Pongau stehen auf dem Programm. Geplant sind in diesem Jahr noch ein Federweißerfest (8. September) und ein Wirtshaussingen (4. November).



Hans Kennerknecht sieht vor allem Probleme in der Überalterung des Vereins: „Junge und auch aktive Mitglieder wären sehr wichtig.“ Nur so könne das vielfältige Programm aufrecht erhalten werden. Doch um mit anderen mithalten zu können, fehle beispielsweise ein vereinseigener Garten oder eine Obstpresse, wie sie in Wattweiler vorzufinden ist. nob

Die Tafel an der Apotheke erinnert an die Gründung des „Press- und Vaterlandvereins“.
Die Tafel an der Apotheke erinnert an die Gründung des „Press- und Vaterlandvereins“. FOTO: nob / Norbert Rech