| 20:46 Uhr

Verbandsliga Nord-Ost
Oben und unten wird noch gekämpft

Bliesmengen. Verbandsliga Nord-Ost: Während Bliesmengen Vizemeister werden kann, braucht Limbach noch Punkte für den Ligaverbleib. Von Markus Hagen

Zwei Spieltage vor Saisonende könnte am Samstag der Kampf um den Titel und die Vizemeisterschaft in der Verbandsliga Nord-Ost entschieden werden. Spitzenreiter SV Rohrbach führt die Klasse mit fünf Punkten vor dem SV Bliesmengen/Bolchen an, der wiederum fünf Zähler vor dem Dritten SG Marpingen/Urexweiler liegt.

Rohrbach kann den Titel mit einem Heimsieg gegen den Tabellenzehnten FC Lautenbach endgültig in trockene Tücher bringen. Verfolger Bliesmengen hat am Samstag um 15 Uhr eine wesentlich kniffligere Aufgabe. Das Team von Trainer Patrick Bähr muss im Lokalderby bei der SG DJK Ballweiler-Wecklingen/SV Wolfersheim antreten. „Es gibt in Derbys keine Favoriten. Tabellenplätze zählen hier nicht“, meint Bähr. Aufgrund der letzten Wochen sollte der SVB allerdings leichte Vorteile haben. Das Spitzenspiel letzte Woche hatte Bliesmengen souverän gegen den Tabellenvierten Freisen mit 3:1 für sich entschieden. In Ballweiler erwartet Bähr einen „heißen Tanz“ um die Punkte. „Wir wollen mit einem Sieg die Vizemeisterschaft klarmachen“, gibt der Trainer als Ziel aus. Aber Gegner Ballweiler kämpfe um das Prestige. „Sie werden es uns nicht einfach machen und das Spiel auch gewinnen wollen.“ Auf den gesperrten Peter Luck muss Bähr genauso verzichten wie auch auf Matthias Munz (Rippenprellung). Fraglich ist beim Tabellenzweiten der Einsatz von Patrick Vitt aufgrund einer Oberschenkelzerrung.

Marco Meyer, Spielertrainer bei der SG Ballweiler, der mit seinem Bruder Sascha den Verein nach dieser Saison in Richtung Blieskastel verlassen wird, schaut auf eine bisher schwache Rückrunde seines Teams zurück. Zuletzt gab es eine 0:5-Pleite beim Abstiegskandidaten Hangard. „Das war überhaupt nichts. Wenn man so viele Fehler macht wie wir, verliert man auch in Hangard deutlich“, resümierte Meyer.



Im letzten Heimspiel vor ihrem Weggang wollen sich die Meyer-Zwillinge gegen den voraussichtlichen Vizemeister ordentlich verabschieden. „Wir wollen den Derbysieg, aber dazu müssen wir uns erheblich steigern“, erklärt Marco Meyer. Seine Elf sei zwar Außenseiter – „aber Derbys haben eigene Gesetze“, hofft der Spielertrainer, der auf einige Akteure verzichten muss. So fehlt Sascha Meyer, der sich in Hangard erneut am Sprunggelenk verletzt hat. Mersad Mehmedovic muss aus beruflichen Gründen passen. Die Einsätze von David Fuhl (Knie) und Kevin Ginz (Zehe) sind fraglich.

Weiter zittern muss der FC Palatia Limbach. Das Remis (1:1) im jüngsten Heimspiel gegen Primstal II reichte nicht, um das Abstiegsgespenst endgültig zu vertreiben. Zurzeit liegt Limbach nur drei Punkte vor der SVGG Hangard, die als 13. einen möglichen Abstiegsrang einnimmt. „Wir müssen weiter Gas geben und dürfen uns nicht auf andere Teams verlassen“, fordert Limbachs Trainer Alexander Ogorodnik, der nach Saisonende Patrick Gessner, momentan Trainer der zweiten Mannschaft, an der Seitenlinie Platz machen wird. Mit der Partie beim Tabellenfünften SG Thalexweiler/Aschbach hat Limbach eine schwere Aufgabe vor sich. „Ich denke, dass es für uns leichter ist gegen ein Spitzenteam anzutreten, als gegen eine Mannschaft aus der unteren Tabellenregion“, sagt Ogorodnik und verweist auf die vielen Punktgewinne, die seine Elf gegen Teams aus dem vorderen Tabellendrittel erzielt habe. Dagegen war die Punktausbeute gegen die Kellerkinder der Liga bisher äußerst bescheiden.

Aufsteiger FSV Jägersburg II hat diesbezüglich keine Sorgen mehr. Mit einem 2:1-Sieg beim SV Merchweiler hat man die letzten nötigen Punkte für den Ligaverbleib eingefahren. „Der Sieg ging in Ordnung“, freute sich FSV-Trainer Tim Harenberg. Das Heimspiel am Sonntag gegen den Tabellenelften VfB Theley wolle man natürlich dennoch gewinnen, um die Runde mindestens auf Platz acht abzuschließen.