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„Autoregion e.V – Das Cluster der Großregion“
Neujahrsempfang der „Autoregion“

Vertreter der Autoindustrie aus dem Saarland, der Pfalz, Frankreich und Luxemburg trafen sich im Romantikhotel Landschloss Fasanerie Zweibrücken.
Vertreter der Autoindustrie aus dem Saarland, der Pfalz, Frankreich und Luxemburg trafen sich im Romantikhotel Landschloss Fasanerie Zweibrücken. FOTO: Norbert Schwarz / nos
Zweibrücken. Spannende Vorträge zur Zukunft der Automobilindustrie der Großregion in der Zweibrücker Fasanerie. Von Norbert Schwarz

Fast 200 Gäste sind zum Neujahrsempfang des Netzwerks „Autoregion e.V – Das Cluster der Großregion“ in die Zweibrücker Fasanerie gekommen. „Autoregion“ versteht sich als Kompetenzplattform zwischen Unternehmen, Verbänden, Forschungsinstituten und der Politik in Rheinland-Pfalz, Saarland, Lothringen und Luxemburg. Spannende Redebeiträge gab es zu den Themen Mobilität der Zukunft, Daten als neuer Rohstoff, autonome Systeme und Cyber-Sicherheit.

Manuel Kallweit, Leiter der Abteilung Märkte, Analysen, Rohstoffe und Statistik beim Verband der Automobilindustrie mit Sitz in Berlin prognostizierte für die Branche auch für 2018 einen weiteren Zuwachs. Für China rechnet der Dachverband mit einer Rate von zwei Prozent. Absolute Rekordjahre seien 2015 und 2016 in den USA gewesen und auch dort gehe es wieder aufwärts. Eine leichte Abkühlung werde allerdings für Verkauf deutscher Autos in Europa erwartet. Insbesondere beim größten Abnehmer Großbritannien sei mit einem spürbaren Rückgang durch Brexit und Pfund-Abwertung zu rechnen. Dennoch seien die Aussichten am Weltmarkt für die deutschen Automobilhersteller und die mit ihr verknüpften Zulieferbetriebe gut, so der Fachmann aus Berlin.

Autoregion-Geschäftsführer Armin Gehl prognostizierte in seinem Willkommensgruß: „Ohne Diesel wird es nicht gehen. Wir werden weiterhin mit Diesel fahren.“ Ein vielsagendes, schelmisches Lächeln an die Vertreter von Bosch Homburg: „Es stehen noch viele gute Jahre vor Bosch“. Gehl konnte zu diesem Neujahrsempfang nicht nur hochrangige Repräsentanten aus Wirtschaft und Politik willkommen heißen und schlüssig darlegen, warum die „Autoregion“ ihr Ohr bei den Unternehmen hat. Handeln bleibe auch für die Zukunft das Zauberwort, sagte Gehl.



Zukunftsweisend war anschließend der spannungsgeladene Vortrag von Professor Michael Backes von CISPA, dem Helmholtz-Zentrum für Cyber-Sicherheit an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken. „Autonome Systeme der Zukunft – Sicherheit und Datenschutz“ lautete die Überschrift. Backes machte den Wandel im Internet transparent und nachvollziehbar und zeigte in seinem Beitrag zum Thema „Autonomes Fahren“ auf, wohin das maschinelle Lernen (Deep Learning) führt. Die Lernprozesse beim autonomen Fahren werden dem Lernen beim Kind gleichen, erläuterte Backes. Das Automobil der Zukunft werde ein Computer sein und die „Sicherheit“ für autonomes Fahren könne ein Standortvorteil für die Großregion sein. Die Universität Saarbrücken werde mit der Stanford University eng zusammenarbeiten. Die kalifornische Universität habe sich die Saar-Uni als Partner ausgesucht. Welche Vorteile diese Zusammenarbeit für die Zukunft bietet, wusste Professor Backes an beeindruckenden Zahlen klarzumachen. 600 bis 800 Mitarbeiter im Forschungsbereich sollen es schon in naher Zukunft sein.

Nicht minder tiefschürfend die Ausführungen von Professor Philipp Slusallek, einem deutschen Informatiker und Professor für Computergrafik an der Universität Saarbrücken. Sein Thema an diesem Abend war die KI-Forschung, der Umgang mit der „Künstlichen Intelligenz“ bei Maschinen und Autofahren. Das „Deep-Learning“ sei der Durchbruch der letzten Jahre. Anhand vieler Beispiele konnten die Besucher des Neujahrsempfangs nachempfinden, wie diese „KI“ künftig beim autonomen Fahren helfen wird.

www.autoregion.eu