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Neues Abwassersystem
Neues Abwassersystem in Wallhalben

Die Ausbauarbeiten in der Hofstattstraße haben begonnen. Die Hausanschlussleitungen beim Wasser sind bereits erneuert wie an den Fahrbahnaufbrüchen erkennbar ist.
Die Ausbauarbeiten in der Hofstattstraße haben begonnen. Die Hausanschlussleitungen beim Wasser sind bereits erneuert wie an den Fahrbahnaufbrüchen erkennbar ist. FOTO: Norbert Schwarz
Wallhalben. Arbeiten im Ludwig-Katz-Haus, neue Schöffen, Sicherungsarbeiten und Glasfaserausbau: Der Ortsrat hatte viel zu tun.

Das bestehende Abwassersystem in der Hofstattstraße wird neu geregelt. Das hat der Ortsrat einstimmig beschlossen. Im vorhandenen Mischkanal fließen Schmutz- und Oberflächenwasser der Kläranlage zu. Der jetzige Neuregelungsplan: Das Oberflächenwasser aus einem Einzugsgebiet von 17 Hektar wird herausgenommen und der Vorflut Wallhalb in einer gesonderten Leitung zugeführt. In den damit geschaffenen „Freiraum“ kann weiteres Schmutzwasser fließen. Etwa solches aus dem geplanten Neubaugebiet, welches oberhalb der Hofstattstraße liegt und gleichfalls die Bezeichnung „Am Bornbach“ trägt. 

Ortsbürgermeister Berthold Martin erinnerte zum Beratungsauftakt daran, dass bereits Abstimmungsgespräche mit der Struktur- und Genehmigungsdirektion-Süd, Regionalstelle Abfallwirtschaft, Wasserwirtschaft und Bodenschutz in Kaiserslautern stattfanden, um die Zielrichtung im neuen Entwässerungskonzept vorgeben zu können. Mit dem neuen Konzept werde insbesondere der Vorgabe Rechnung getragen, dass das Oberflächenwasser nicht mehr den Schmutzwasserkanal belastet. Martin: „Die hydraulischen Berechnungen werden ergeben, welche Schmutzwassermengen die vorhandene Kanalleitung zusätzlich aufnehmen kann.“

Das Oberflächenwasser vom großen Einzugsgebiet (17 Hektar) wird mit einer neu zu verlegenden Kanalleitung in die Wallhalb geleitet. Die beiden Ingenieure Bernd Naßhan und Torsten Kuhn vom Ingenieurbüro ISA aus Heltersberg erläuterten ausführlich, welche Vorüberlegungen angestellt wurden: Der Neuausbau der Hofstattstraße biete die Chance, eine neue Rohrleitung zum Ableiten des Oberflächenwassers zu verlegen. Die vorhanden Bodenverhältnisse im Außenbereich oberhalb der Hofstattstraße seien geeignet, viel Wasser aufzunehmen. Nur ein Bruchteil (0,2 Prozent der Gesamtmenge) müsste gesondert abgeleitet werden. Die Ratsmitglieder zeigten sich mit dem Konzept einverstanden. Kosten sind noch nicht ermittelt, dies geschieht dann, wenn die vorgesetzte Fachbehörde dem neuen Konzept zugestimmt hat. Das Schmutzwasser der vorerst geplanten sechs bis sieben neuen Grundstückseinheiten könnten jedoch mit Bestimmtheit aufgenommen werden.



Derweil arbeiten im Ludwig-Katz-Haus erneut die Handwerker. Nach den Bauarbeiten für die neue Heizung wird jetzt im Erdgeschoß ein neuer Mittelpunkt für die Senioren geschaffen. Ortsbürgermeister Martin: „Unsere Seniorenarbeit ist vorbildlich, Christine Burghardt und Heidrun Steinfurt mit ihrem Team knien sich mächtig rein. Weil es für die Senioren beschwerlich ist, die Treppe hochzusteigen, bekommen sie im früheren Jugendraum ein neues Zuhause. Die Küchenzeile wird erneuert, die Toiletten werden modernisiert.“ Am Sitzungsabend vergaben die Ratsmitglieder nun den Kauf der neuen Küchenzeile. Diese wird Andreas Neu aus Kleinbundenbach zum Preis von 2800 Euro liefern und einbauen. Von Elektro Büffel aus Biedershausen kommen Herd, Spülmaschine und Dunstabzugshaube. Die Gesamtkosten betragen 3800 Euro. Einen neuen Boden verlegt das Parkettunternehmen Manuel aus Martinshöhe für 5700 Euro.

Weitere Ergebnisse der Ratssitzung: Zwei Personen wurden für den Schöffen- und Geschworenendienst vorgeschlagen: Christine Burghardt als Jugendschöffin und Lothar Schäfer als Schöffe. Die Auswahl wird das Amtsgericht vornehmen. Beim Denkmal waren Sicherungsarbeiten an hohen Bäumen auszuführen. Berthold Martin: „Das war nicht einfach, denn aufgrund der vorhandenen Bebauung konnten die Arbeiten nur von einem ’Baumkletterer’ ausgeführt werden.“ Das Unternehmen Schwab aus Schmitshausen war dafür gerüstet, der Arbeitseinsatz kostete 9700 Euro. Umfangreiche Bauarbeiten sind derzeit im gesamten Dorfgebiet im Gange. Im Gewerbegebiet sollen Glasfaserleitungen verlegt werden. Dafür ist der Landkreis zuständig. Außerdem: Künftig wird es in Wallhalben – was das Angebot von schnellem Internet angeht – neben dem Anbieter Inexio auch die Telekom geben. Wie Martin mitteilte, hat sich dieser Umstand bereits positiv auf die Gebühren ausgewirkt.