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Kritik am Adventsmarkt
Neuer Spielplatz wird im Mai fertig

Kurt Dettweiler sprüht auch nach 20 Jahren als Ortsvorsteher von Mittelbach-Hengstbach noch voller Ideen.
Kurt Dettweiler sprüht auch nach 20 Jahren als Ortsvorsteher von Mittelbach-Hengstbach noch voller Ideen. FOTO: Norbert Rech
Mittelbach. Neujahrsempfang Mittelbach: Ortsvorsteher Dettweiler klagt über zunehmenden Vandalismus. Von Norbert Rech

Auch wenn es am Samstag schon sein 21. Neujahrsempfang als Ortsvorsteher von Mittelbach-Hengstbach war, so ist Kurt Dettweiler (FWG) die Freude an seinem Ehrenamt immer noch anzumerken. So hat sich der Zweibrücker Vorort auch für dieses Jahr ehrzeizige Ziele gesetzt. „Mit großer Vorfreude steht die Eröffnung unseres ersten Spielplatzes für Hengstbach im Kalender“, verkündete Dettweiler in der Turnhalle der Grundschule in Mittelbach. Das rund 480 Quadratmeter große Grundstück werde in drei Altersstufen eingeteilt. Hinzu kämen Ruhegelegenheiten und Bäume, die für den nötigen Schatten im Sommer sorgen. Insgesamt würden 80 000 Euro investiert, wovon 45 000 Euro allein für Spielgeräte benötigt werden. Die feierliche Eröffnung ist im Mai vorgesehen.

Ein weiteres Thema für die nächste Zeit sei die Erstellung einer Prioritätenliste für den Straßenausbau, nachdem hier wiederkehrende Beiträge mit einem eigenen Abrechnungsgebiet für Mittelbach/Hengstbach eingeführt wurden. Es handele sich um einen Plan für fünf Jahre, erinnerte Dettweiler. Der Ortsvorsteher geht von ersten Baumaßnahmen im Jahr 2020 aus. Ganz oben auf der Agenda stehe in Mittelbach-Hengstbach der Ausbau des Feldweges oberhalb des Neubaugebietes „Auf Äckerchen“ hoch zur Römerstraße. Hier müssten aber erst noch Grundstücke erworben und eine Umwidmung vorgenommen werden. Ein Feldweg als oberer Zugang des Baugebietes sei auf jeden Fall keine Dauerlösung.

Wichtig für Mittelbach-Hengstbach sei auch die Beseitigung der „Holperpiste“ der Kreisstraße 1 im Wattweiler Tal, betonte Dettweiler in seiner Rede. Es sei eine Schande, dass die Schlaglöcher immer noch nicht beseitigt sind. Aus den Augen dürfe auch nicht der Zustand des baufälligen Gebäudes Hengstbacher Straße 100 verloren werden. „Der Abriss ist zwingend erforderlich, um das Nadelöhr zum Neubaugebiet zu beseitigen“, erklärte Dettweiler Er erwarte, dass die Eigentümer hier ihren Pflichten nachkommen.



Mit Sorge blickt der Ortsvorsteher auf den Mittelbacher Adventsmarkt, der so in diesem Jahr nicht mehr stattfinden könne: „Das halten meine Nerven nicht mehr aus.“ Er erinnert an das „dürftige Essensangebot“ und die knappe Zahl der Helfer. „Wir brauchen junge Mitbürger mit neuen Ideen und Angeboten, die dem Markt neues Leben einhauchen“, appelliert der Kommunalpolitiker zu noch mehr ehrenamtlichem Einsatz. Es dürfe nicht vergessen werden, dass von dem Erlös des Getränkeverkaufs der Blumenschmuck im Dorf finanziert werde. Dettweiler erinnert daran, dass in diesem Sommer auch die Weihnachtsleuchten dringend erneuert werden müssten: „Diese sind jetzt blass und teilweise kaputt – das ist nicht unser Anspruch.“

Fernere Ziele seien die Neugestaltung des Umfeldes am Brunnen in Hengstbach und die Sanierung des Rechenbachtals. Der Ortsvorsteher empörte sich in seiner Rede auch über die Zunahme des Vandalismus im Ort (wir berichteten): „Schwachhirne haben auf dem Spielplatz in Mittelbach neu gepflanzte Bäume abgesägt – eine völlig unsinnige Tat ohne sittlichen Nährwert!“ Auch das Kunstwerk „Eisvogel“ an der Brücke sei einfach abgeschlagen worden. Eine weitere „Idiotentat“ sei die Zerstörung der beiden Sitzgelegenheiten an der Kirchentalstraße gewesen.