| 22:13 Uhr

Naturwanderungen
Neue Erlebnis-Touren in die Natur der Stadt

Lotta Delle (links) und Manuela Reeb sind zwei der zertifizierten Natur- und Erlebnis-Wanderführerinnen.
Lotta Delle (links) und Manuela Reeb sind zwei der zertifizierten Natur- und Erlebnis-Wanderführerinnen. FOTO: cvw / Cordula von Waldow
Zweibrücken. Kultur- und Verkehrsamt stellt Zweibrücker Themen-Wanderungen vor. Start ist nächste Woche Samstag mit der „Welt des Wassers“. Von Cordula von Waldow

Die naturnahe Lage und die Naturschönheiten in der Stadt gehören zu den Besonderheiten von Zweibrücken. Diese lassen sich bei Wanderungen mit zertifizierten Natur-Erlebnisführerinnen auf ganz neue Art entdecken. Die „Stadt am Wasser“, diverse Wanderungen durch den Wald an der Fasanerie oder durchs Heilbachtal oder Wanderungen zu heimischen Giftpflanzen oder den vielfältigen Rosengewächsen stehen im Fokus der Führungen. „Es geht bei diesen Wanderungen um den zweiten Blick, Hintergründe und Zusammenhänge zu den einzelnen Themen, die sich die Teilnehmer gemeinsam mit den Erlebnis-Wanderführerinnen zum Teil selbst auf spielerische Art erarbeiten“, verdeutlicht Kultur- und Verkehrsamtsleiter Thilo Huble.

Mitmachaktionen, Spiele und Experimente während der Wanderungen führen an das jeweilige Thema heran. Unter dem Motto „Nah-Tour – Außen. Stadt. Innen“ bietet das Kultur- und Verkehrsamt die unterschiedlichen Themenwanderungen an. Entstanden sind sie in Zusammenarbeit mit fünf zertifizierten Wanderführerinnen aus Zweibrücken und der Umgebung wie Winterbach, Vinningen oder Wallhalben. Dabei sind Erwachsene ebenso willkommen wie Familien mit jungen Kindern.

Offene Wanderungen zu festen Terminen können sowohl beim Verkehrsamt als auch bei den Wanderführerinnen direkt gebucht oder spontan und ohne Anmeldung besucht werden.



Außerdem lassen sich die Natur-Themenwanderungen auch für geschlossene Gruppen wie Vereine, Unternehmen, Familienfeiern oder Schulklassen buchen. Von Februar bis November 2017 wurden die Zertifizierten Natur- und Landschaftsführerinnen von der RegioAkademie des Bezirksverbands Pfalz in Lambrecht und der Volkshochschule Zweibrücken nach der Lehrgangs- und Prüfungsordnung des BANU (Bundesweiter Arbeitskreis der staatlich getragenen Bildungsstätten im Natur- und Umweltschutz) ausgebildet und geprüft. Die Führerinnen hatten in dieser Zeit 240 Lehrstunden, mussten eigene Projekte erarbeiten und zusätzlich eine schriftliche Prüfung bestehen. „Sie kennen sich in der regionalen Tier- und Pflanzenwelt sowie in der Geologie sehr gut aus. Diese Kompetenz wollten wir nutzen, um Gästen und Bürgern die Natur in Zweibrücken näher zu bringen“, erklärt Huble.

Die Naturwanderungen beginnen am Samstag, 13. Oktober, mit der Führung „Die Welt des Wassers“. In zwei bis drei Stunden geht es von der Rathaustreppe am Herzogplatz an Schwarz- und Bleicherbach entlang. Lotta Delle und Miriam Krumbach informieren dabei unter anderem über die Renaturierung der Bäche und berichten Spannendes über die Fischtreppe und die Tiere im Wasser. Experimente mit dem Nass sind auch für kleine Kinder geeignet.

Einen Tag später, am Sonntag, 14. Oktober, lässt Susnne Lorenz im Fasaneriewald die Natur nachhaltig erleben. In der rund vier Kilometer weiten Wanderung geht es in drei Stunden darum, zu entschleunigen und sich in der Natur bewusst zu erholen.

Die Jägerin Manuela Reeb lädt im Heilbachtal dazu ein, Zusammenhänge in der Natur zu erkennen und zu verstehen. Mit Fragespielen und spielerischen Aufgaben vermittelt sie an Aktiv-Stationen Interessantes und Wissenswertes mit viel Spaß. Diese Wanderungen können ganzjährig nach Vereinbarung gebucht werden.

Zur Rosensaison 2019 führt die Wallhalber Apothekerin Helke Burkhardt zu zwei unterschiedlichen Themen durch die Tschifflicker Dell und den Wildrosengarten. Die Rosenführung am Samstag, 8. Juni lädt zu einer aromatischen Erlebniswanderung zur Königin des Parfums und ihren duftenden Schwestern. Im Mittelpunkt stehen Kurioses, Duftiges und Leckeres rund um die Rose und ihre Verwandten.

Unter dem Motto „Vom Bienengift zum Zyankali“ lernen die Teilnehmer der zweiten Wanderung am Samstag, 27. Juli 2019, die heimischen Giftpflanzen kennen und erfahren, weshalb diese ihr Gift produzieren. Gewandert werde bei jedem Wetter, außer bei Dauerregen, Sturm oder Gewitter, kündigt Thilo Huble an.

Faltblätter zu den Führungen gibt es unter anderem im Kultur- und Verkehrsamt in der Maxstraße 1.