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Neue Einkaufswelten und eine alte Villa

An einem Vormittag: Einkauf am Hilgardplatz, der mir in seiner jetzigen Gestalt noch unbekannt war. Wahrscheinlich ist die hier errichtete Einkaufsstadt aus dem Zweibrücker Panorama nicht mehr wegzudenken, ist sie doch zu einem offensichtlichen Magnet geworden. Hier findet man Öffnungszeiten - oh Wunder - bis 22 Uhr

An einem Vormittag: Einkauf am Hilgardplatz, der mir in seiner jetzigen Gestalt noch unbekannt war. Wahrscheinlich ist die hier errichtete Einkaufsstadt aus dem Zweibrücker Panorama nicht mehr wegzudenken, ist sie doch zu einem offensichtlichen Magnet geworden. Hier findet man Öffnungszeiten - oh Wunder - bis 22 Uhr. "Warum hier und nicht auch woanders?", denke ich während ich meinen Einkauf erledige. Zu meiner Gymnasialzeit fuhr ich täglich mit dem Rad von der Hofenfelsstraße in die Saarlandstraße, am Rosengarten vorbei und weiter Richtung Fasanerieberg. Damals gab es noch keine künstlich neu geschaffene Einkaufsstadt. Was es damals jedoch schon gab, war die wunderschöne Villa an der Ecke Saarland/Hofenfelsstraße, ein schlossartiger Rotsandsteinquaderbau, Neurenaissance, das frühere Waisenhaus der Stadt. Verwahrlost und triste, mit teilweise kaputten Fensterscheiben, steht die Villa heute da, eine etwas gespenstisch anmutende Kulisse hinter der schönen neuen Einkaufswelt.Am Nachmittag dann, zum Baumarkt zum Kauf einiger Kleinigkeiten, die man beim Einrichten einer neuen Wohnung so braucht. Auch hier eine kunterbunte, gutbesuchte Einkaufswelt Und auch hier lese ich: Öffnungszeiten bis 20 Uhr, auch auf Französisch. Es sind Öffnungszeiten wie bei Aldi, Lidl und wie sie alle heißen, säuberlich vor den Stadttoren angesiedelt und verwundert denke ich an die Debatte in der Karlskirche zur Bürgermeisterwahl im August und die dort vorgetragenen Sorgen um die Verödung der Innenstadt nach 18 Uhr. Vielleicht sollte man öfter mal ein publikumswirksames Stadtmitte-Ereignis organisieren, vielleicht ein langer Freitag pro Monat, an dem Geschäfte, Vereine, Handwerker, Initiativen, Musikgruppen, Naturpraxen oder wer auch immer sich zum Kennenlernen vorstellen können. Oder eine Jazz-Matinee - und im Anschluss an den Stadtbummel könnte man sich vielleicht entscheiden, auch mal in der Stadtmitte zum Essen zu bleiben. Als Ur/Neu-Zweibrückerin könnte ich mir dies gut vorstellen und auch wünschen, wenn solche oder ähnliche Initiativen auch die Zweibrücker Innenstadt beleben könnten.