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Wetterrückblick Juni
Nasser und wärmer als gewohnt

Im Juni regnete es so heftig, dass es mancherorts in der Region zu Überschwemmungen kam. Teilweise fiel in kurzer Zeit die Regenmenge eines Monats.
Im Juni regnete es so heftig, dass es mancherorts in der Region zu Überschwemmungen kam. Teilweise fiel in kurzer Zeit die Regenmenge eines Monats. FOTO: dpa / Paul Zinken
Lambsborn. Der Juni brachte viel Sonne in die Region, aber auch sintflutartige Regenfälle und Überschwemmungen. Von Michael Agne

Die Anfangsphase des Junis verlief sommerlich warm und zum Teil auch schwül. Es gab längere sonnige Abschnitte, aber auch mächtige Wolkentürme mit örtlich kräftigen Schauern und Gewittern. Am 11. beendete eine Gewitterfront das schwüle Frühsommerwetter und setzte Teile Kaiserslauterns in Folge sintflutartiger Regenfälle bereits zum zweiten Mal unter Wasser. Hier fielen etwa 70 Liter Regenwasser pro Quadratmeter in kurzer Zeit. Etwa so viel, wie sonst in einem Monat.

Über den Mittelabschnitt stellte sich ein „Auf“ und „Ab“ bei den Temperaturen ein. Mal war es recht kühl, dann wieder für kurze Zeit sommerlich warm. Zunächst gingen noch Schauer nieder, danach blieb es trocken. Im Schlussabschnitt kletterten die Temperaturen allgemein wieder in den sommerlichen Bereich und bei einem hin und wieder auffrischendem Nordostwind gab es eine freundliche Mischung aus Sonne und Wolken.

Regionale Wetterdaten Das Mittel der Lufttemperatur lag im Juni mit 18,1 Grad Celsius um 1,4 Grad über dem Mittelwert. „Heiztage“ (Tagesmittel unter 15 Grad) gab es fünf. „Vegetationstage“ (Tagesmittel 5,0 Grad und mehr) konnten 30 verbucht werden. Tage mit Höchsttemperaturen von über 20,0 Grad gab es 26. „Sommertage“ (Höchsttemperaturen von 25,0 Grad und mehr) bot uns die Natur 14. Der tiefste Wert mit frischen 5,2 Grad resultierte am 23. Der höchste Wert dieses Monats wurde am 30. mit 29,5 Grad verzeichnet.



Der niedrigste auf Meereshöhe reduzierte Luftdruck wurde an vier Tagen mit 1009 Hektopascal gemessen. Der höchste auf Meereshöhe reduzierte Luftdruck wurde jeweils am 22. und 23. mit 1027 Hektopascal gemessen. Die Niederschlagsmenge lag in Lambsborn bei mageren 34,6 Litern pro Quadratmeter. Das entspricht 58,8 Prozent des langjährigen Monatsmittels. In Martinshöhe fielen im vergangenen Monat 53,8 Liter pro Quadratmeter. In Landstuhl waren es 50 Liter pro Quadratmeter. In Trippstadt waren es 45,8 Liter pro Quadratmeter. In Morlautern waren es 98,0 Liter pro Quadratmeter. In Zweibrücken waren es 85,0 Liter pro Quadratmeter und in Riedelberg an der französischen Grenze waren es 57,9 Liter pro Quadratmeter. Der Niederschlag konzentrierte sich auf acht Tage. Der meiste Niederschlag fiel in Lambsborn mit 15,0 Litern pro Quadratmeter am elften. Tage mit Blitz und Donner gab es sechs. An drei Tagen wurde hier Nebel beobachtet. Tage mit starkem Wind blieben Fehlanzeige. „Heitere Tage“ (Bewölkungsmittel unter 20 Prozent) gab es drei. „Trübe Tage“ (Bewölkungsmittel über 80 Prozent) zählte man sieben. Die restlichen Tage lagen dazwischen. Zu insgesamt 57,1 Prozent war der Himmel während dieses Monats von Wolken überzogen (etwas weniger als normal). Die Sonnenscheindauer erreichte 242 Stunden. Das entspricht 105,1 Prozent des langjährigen Mittels.