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Narren verwandeln die Bühne in ein Tollhaus

 Auf der Bühne der KulTus-Halle ging es hoch her beim Närrischen Abend der Zweibrücker Fasenachtsfreunde. Zusammen mit vielen Gästen brachten sie das närrische Publikum zum Toben. Foto: Volker Baumann
Auf der Bühne der KulTus-Halle ging es hoch her beim Närrischen Abend der Zweibrücker Fasenachtsfreunde. Zusammen mit vielen Gästen brachten sie das närrische Publikum zum Toben. Foto: Volker Baumann FOTO: Volker Baumann
Rimschweiler. KulTus-Halle in Rimschweiler wurde am vergangenen Samstag zur Narrenhochburg der Zweibrücker Fasenachtsfreunde. Volker Baumann

Bis auf den letzten Platz ausverkauft war die Rimschweiler KulTus-Halle im Alleeweg am Samstagabend, einem Abend, der als "Närrischer Abend" der Zweibrücker-Fasenachts-Freunde (ZFF) dem Publikum noch lange in Erinnerung bleiben wird. Ein Feuerwerk der Narretei mit ganzen 27 Programmpunkten startete um 20.11 Uhr und endete erst, als das Männerballett weit nach Mitternacht das Finale einläutete.

Bis dahin spielte sich auf der Bühne ein wahres Tollhaus ab, moderiert von Sitzungspräsidentin Mareike Müller und Sitzungspräsident Simon Nikolaus. Büttenreden und Slapstickeinlagen, immer wieder aufgelockert durch furiose Tänze von Funkenmariechen, Gardetänzern, Tanz- und Turngruppen. Die Musik dazu ging vom Marsch über Irish Folk bis zum Hip-Hop. Die Jugendgarde der Homburger Narrenzunft tauchte mit ihren aufwändig gefertigten Kostümen gar im Musicalstil in die Unterwasserwelt ein.

Sitzungspräsident Simon Nikolaus ließ in seinem närrischen Protokoll noch einmal das Jahr 2016 Revue passieren. Wichtige Punkte dabei: Der 2016 sturmbedingt ausgefallene Faschingsumzug mit verspäteter Rückgabe des Stadtschlüssels und die jetzt einem "umzugsfeindlichen Straßenbau" zu verdankende verkürzte Wegstrecke.



Sabrina Glas und Kerstin Amend nahmen als "Gertrud und Helga" vor allem die Männer ins Visier. Aus dem Publikum mussten sich Herbert Beckmann und Sascha Probst "Bodyschürzen" umbinden, um dann mit den beiden närrischen Weibern auf "Hulapalu" abzutanzen. Helga nackt auf dem Bett zu ihrem Lover: "Schau mich an, ich liege hier im Liebeskostüm". Er: "Das könnte mal gebügelt werden".

ZFF-Präsident Andreas Bergmann stieg als Pfarrer Scheinheilig in die Bütt und gab Anekdoten aus dem Leben eines Geistlichen zu Besten. Bei der letzten Kollekte habe er den Korb gen Himmel geschleudert und gerufen: "Herr, nimm dir was du brauchst, was runterfällt gehört mir".

Die Tanzgruppe des TuS Rimschweiler hüpfte zu groovigen Beats über die Bühne, dass man fast selbst ins Schwitzen geriet. Dann die vorgesehene Büttenrede von Karl-Heinz Lang. Der Zeremonienmeister ließ sich einfach mal in der Bütt vertreten - nicht von irgendjemand, sondern von "Butzfraa Frau Allerschenscht", im wahren Leben KVZ-Sitzungspräsidentin Heike Förch. Eine wirklich gelungene Überraschung, mit der niemand gerechnet hatte.

Zum Thema:

Die Teilnehmer des Närrischen Abends: Präsident: Andreas Bergmann, Prinzessin Sabrina 1.: Sabrina Werner, Sitzungspräsidenten: Mareike Müller und Simon Nikolaus. In der Bütt: Simon Nikolaus, Andreas Bergmann, Mareike Müller, Karl-Heinz Lang. ZFF Frauentanzgruppe: Samantha Koch, Laura Hamm, Lea Engelke, Dörthe Mache, Kirsten Mache, Jule Schneider-Knoll, Andreas Bergmann, Mareike Müller. ZFF Männerballett: Andreas Bergmann, Tobias Bergmann, Dominic Peterson, Jan Tüllner, Karl-Heinz Lang, Volker Grünagel, Patrick Werner, Eike Mache, Uwe Grünagel, Simon Nikolaus. Trainerin: Sabrina Werner. Gäste: VT Niederauerbach: Turngruppe "Gertrud und Helga": Sabrina Glas und Kerstin Amend. Club Gemeinschaft Hasensteig: Juniorengarde mit Gardetanz, Dancing Mamis mit Schautanz "Disco-Fieber". TuS Rimschweiler: Hip-Hop Tanzgruppe. Humoristischer Fasenachtsverein Zweibrücken/Contwig Funkengarde mit Gardetanz, Chillys mit Schautanz "Eisbären". Homburger Narrenzunft: Funkenmariechen, Jugendgarde mit Schautanz, Alleinunterhalter Dietmar.