| 00:20 Uhr

Nabu: Gewerbegebiet an der A 8 über Truppacherstraße erschließen

Zweibrücken. Das Gewerbegebiet Truppacherhöhe am Zweibrücker Flughafen soll über einen Kreisel auf der Steinhauser Straße (L 480) erschlossen werden. "Eine solche Planung ist von Seiten des Naturschutzbeirats abzulehnen", schrieb der Zweibrücker Naturschutzbeirat bereits Ende 2007 an den Flugplatz-Zweckverband

Zweibrücken. Das Gewerbegebiet Truppacherhöhe am Zweibrücker Flughafen soll über einen Kreisel auf der Steinhauser Straße (L 480) erschlossen werden. "Eine solche Planung ist von Seiten des Naturschutzbeirats abzulehnen", schrieb der Zweibrücker Naturschutzbeirat bereits Ende 2007 an den Flugplatz-Zweckverband.Und an dieser Feststellung hat sich nach Aussage des Vorsitzenden des Beirats und der Zweibrücker Ortsgruppe des Naturschutzbunds (Nabu), Gerhard Herz (Foto: pma), bis heute nichts geändert. Sogar schon vor der Aufstellung des Flächennutzungsplans der Verbandsgemeinde Zweibrücken-Land hat der Nabu auf den "sicheren Schall- und Sichtschutz" für das Erholungsgebiet Fasanerie/Tschifflicker Dell hingewiesen.

Dabei richtet sich die Kritik des Nabu an die Erschließungsstraße. Für diese Straße muss ein Grünstreifen, der zu einem im Raumordnungsplan geschützten Biotopverbund gehört, weichen. Dieser Streifen dient zudem als Lärm- und Sichtschutz für das Naherholungsgebiet. Auch die ersten 70 Meter des Gewerbegebiets dürfen nach Auffassung des Nabu aus den gleichen Gründen nicht bebaut werden. Die Erschließungsstraße mache zudem eine Aufschüttung des oberen Bereichs der Tschifflicker Dell (mindestens 50 Meter) notwendig.

"All das verstößt gegen Raumordnungspläne und gesetzliche Vorgaben", betont Herz. Dabei gebe es durchaus eine alternative Möglichkeit, das Gewerbegebiet zu erschließen: Über die Truppacher Straße. Denn mit dem Gewerbegebiet hat Herz "keine Probleme". Lediglich gegen die Erschließungsstraße und die ersten 70 Meter aus Richtung Fasanerie. Aber auch dazu schlägt der Nabu eine Alternative vor, um die Größe des Gebiets zu erhalten. Herz kündigt an, dass der Nabu weiter gegen die "erheblichen Eingriffe" in das Zweibrücker Naherholungsgebiet vorgeht. > Seite 19: weiterer Bericht sf