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Musikverein Oberauerbach
Klassiker im besonderen Gewand

 Der Musikverein Oberauerbach lädt am Sonntag zum Weihnachtskonzert in die Dietrich-Bonhoeffer-Kirche ein.
Der Musikverein Oberauerbach lädt am Sonntag zum Weihnachtskonzert in die Dietrich-Bonhoeffer-Kirche ein. FOTO: Margarete Lehmann
Oberauerbach. Ein zweiteiliges Konzertprogramm mit weltlichen Titeln und einzigartigen, individuellen Arrangements von Dirigent Kurt Frey machen das Weihnachtskonzert des MV 1958 Oberauerbach zu einer Besonderheit im Reigen der Adventskonzerte. Von Cordula von Waldow

Weihnachtliche Bläserklänge fluteten bereits am letzten Novemberwochenende das Bürgerhaus in Oberauerbach. An gleich drei Tagen trafen sich die rund 20 Musikerinnen und Musiker des Musikvereins 1958 Oberauerbach zu einem intensiven Probenwochenende für ihr traditionelles Weihnachtskonzert. Dabei ist dieses Konzert etwas ganz Besonderes, Einzigartiges im Reigen der zahllosen Advents- und Weihnachtsgesänge und -Klänge.

Man könnte es unter das Motto „Weihnachten und mehr“ stellen, denn die erste Halbzeit des weit mehr als zweistündigen Konzertes ist eine bunte Vielfalt aus den schönsten Melodien der Welt, Filmmusik, Musicaltitel und in diesem Jahr auch dem weltbekannten „Hallelujah“.

Orchesterleiter Kurt Frey, seit über 25 Jahren Dirigent in Oberauerbach, hat sie für seine Musiker arrangiert, ebenso wie die bekannten und unbekannteren Weihnachtslieder – Evergreens in ganz neuen Klängen. „Es ist höchst anspruchsvoll zu spielen“, erklärt der Musiker die konzentrierten Probezeiten, in denen Noten zu Tönen, Töne zu mitreißenden Klängen und Klänge zu nachhaltigen Gefühlen werden. Dafür ist der Oberauerbacher Musikverein bekannt, denn selbst bei Schnee und Eis hält die Dorfbevölkerung „ihren Musikern“ die Treue.



Für Sonntag, 8. November, 15 Uhr, ist jedoch konzertfreundliches Wetter bestellt, damit die Dietrich-Bonhoeffer-Kirche in Oberauerbach voll wird. Für das Konzert lässt Pfarrer Thilo Brach sogar den Sonntagsgottesdienst ausfallen. Denn zwischen den Musikstücken erklärt Moderatorin Bettina Gries nicht nur das nächste Stück. Die Erzieherin der Kita Einöd bringt auch das Wunder der Vorweihnachtszeit und die musikalische Intention der ausgewählten Musikwerke näher.

Mit seiner polyphonen Ausgestaltung, die jede Stimme klangvoll zur Geltung bringt, inszeniert Kurt Frey die Holz- und Blechbläser ebenso wie das Schlagwerk. Mit einer Altersspanne von 15 bis über 70 Jahren können im Orchester die Jungen von den Erfahrenen lernen, der Nachwuchs ist gesichert.

Das Konzert beginnt mit gleich zwei Hymnen, eine davon an die Welt. „Fanfare, Gesang und Tanz (Canto & Danza) leiten über zu Film- und Musikalmelodien, etwa aus „My Fair Lady“. Auch mit den ganz großen Musikern nimmt es das Orchester auf, wie der Mozart-Mix beweist. „So eine ‚Tochter Zion’ oder so ein ‚Stille Nacht’ haben Sie noch nicht gehört“, prophezeit Kurt Frei die ausgeschmückten, bekannten Weihnachtslieder, die in der musikalisch anspruchsvollen Gestaltung weit über das typische Weihnachtslied hinaus reichen.

Alte Weihnachtslieder wie „Vom Himmel hoch, o Engel“ wechseln mit moderneren wie „Rudolph Rendeer“ oder „Merry Chrismas Everyone“. Auch, wenn das Programm jedes Jahr komplett neu gestaltet ist, freuen sich die Stammgäste des Musikvereins 1958 Oberauerbach doch wenigstens im zweijährlichen Rhythmus auf „Drei Nüsse für Aschenbrödel“. In diesem Jahr wird der Publkiumsliebling wieder erklingen.