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Cantus Novus
Musik und ein Chor erfüllen das Leben

Musik war und ist bestimmender Faktor in Benedikt Schwarz’ (rechts) Leben.
Musik war und ist bestimmender Faktor in Benedikt Schwarz’ (rechts) Leben. FOTO: Lehmann
Altheim. Benedikt Schwarz studiert im 8. Semester Kirchenmusik und leitet außerdem den Chor Cantus Novus.

() Benedikt Schwarz’ Vater Winfried Schwarz ist eigentlich Hengstbacher, wohnt aber schon lange mit seiner Familie in Althornbach in einem eigenem Haus. Schon seit über 40 Jahren singt er im Gemischten Chor Hengstbach und seit 1993 ist er auch Vorsitzender des Chors.

Musik spielte also schon immer eine große Rolle in der Familie und so ist es nicht verwunderlich, dass sich auch Sohn Benedikt von klein auf der Musik verschrieben hat. Mit sechs Jahren wurde er eingeschult, besuchte das Gymnasium und begann gleich nach dem Abitur mit dem Studium der Kirchenmusik in Heidelberg. Jetzt kommt er ins achte Semester und wird danach das Bachelor-Diplom in Händen halten. Macht summa summarum 23 ausgefüllte Lebensjahre.

Seit Januar diesen Jahres leitet Benedikt Schwarz den Chor Cantus Novus, Heiliger Pirminius Contwig, den es seit neun Jahren gibt, Chorleiter Oliver Duymel gründete ihn als Projektchor. Der Chor gehört zu den Gemeinden Contwig, Hornbach und Pinningen, er zählt über 20 Mitglieder mit vielen jüngeren Sängerinnen und Sängern, so dass von ihm noch viel zu erwarten ist.



„Wir singen überwiegend geistliches Liedgut, auch schon vor meiner Zeit war das so“, sagt Benedikt Schwarz, der nun frisch Gelerntes, neu Studiertes in die Praxis umsetzen und seinen eigenen Stil finden will. „Von uns im Studium werden gut vier Stunden Orgelspiel pro Tag von den Professoren erwartet. Ohne das erreichen wir aber auch nicht das geforderte Ziel“, erzählt Bacheloranwärter Schwarz. Ein Masterstudium wird sich wohl anschließen, „denn man lernt natürlich nie aus. Ganz abgesehen von Anschlussstudien zu speziellen Themen wie Gesang zum Beispiel. Ein Kantor, auf diese Berufserwartung läuft mein Studium ja hinaus, muss natürlich singen können.“ Außerdem leidet sonst der Stimmapparat unter falschem Gebrauch.

Und andererseits: Warum macht Chorsingen eigentlich so glücklich? Dazu gibt es vielerlei Erkenntnisse: Zum einen ist es die Musik selbst, die für eine Extraportion Endorphine sorgt, zum anderen erlebt man als Chormitglied diese Momente auch noch gemeinsam mit anderen. Und in dieser Gemeinschaft bekommt auch die eigene Stimme eine ganz andere Tragweite. Insofern ist Chorleiter denn auch ein Job, der bei richtiger und geduldiger Anleitung, gewissermaßen Glücklichsein vermittelt. „Eine Kantorstelle später im näheren Umfeld, das wird man aber abwarten müssen, wäre natürlich ideal“, sagt Benedikt Schwarz, „denn hier ist meine Heimat, hier leben meine Freunde, hier bin ich vernetzt, wie man heute sagt“. Im Chor Cantus Novus singt auch Sabine Hoffmann, die Freundin des neuen Chorleiters. Eine glückliche Fügung. Schriftführerin Lieselotte Limycz sagt: „Wir sind seit 2015 auch im Cäcilienverband, unserem übergeordneten Chorverband.“ Benedikt Schwarz ergänzt: „Wir proben vierzehntägig ab 19 Uhr abwechselnd in Altheim oder in Hornbach, Über neue Sängerinnen und Sänger würden wir uns freuen.“

Infos unter Tel. (0 62 02) 9 50 86 61 oder Tel. (01 60) 93 23 71 60.