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Musik im Blut

Der Zweibrücker Rolf Lehberger (vorne) beim Blueskonzert am Contwiger Bistro, dahinter von links: Andi Rumpf, Marc Krambach und Otmar Klein. Foto: Margarete Lehmann
Der Zweibrücker Rolf Lehberger (vorne) beim Blueskonzert am Contwiger Bistro, dahinter von links: Andi Rumpf, Marc Krambach und Otmar Klein. Foto: Margarete Lehmann FOTO: Margarete Lehmann
Zweibrücken. Rolf Lehberger ist nicht nur ein geborener Zweibrücker, sondern seit vielen Jahren auch mit der Zweibrücker Musikerszene verwachsen. Gerade ist das zweite Album mit dem Titel „Nett sein“ in Arbeit, daneben geht es zum Bluesfestival. Peter Fromann

In Zweibrücken wurde Rolf Lehberger 1949 geboren, inklusive einem außerordentlichen Gen für Musik auf der Chromosomenspirale. In der Pestalozzischule lernte er die Grundbegriffe des Lebens. Er wurde schließlich Elektroinstallateur, die Mittlere Reife holte er nach.

Mit der Gitarre wurde er groß, größer dann mit seiner Stimme, bluesgeneigt. Die ersten Melodien lernte er bei den Pfadfindern, aber noch nicht den Blues . Die Gesangskarriere setzte er fort bei den German Church Singers und jetzt beim Sängerbund.

"Mit Leib und Seele war und bin ich Mitglied in verschiedenen Musikformationen", schwärmt er. Erste Auftritte absolvierte Rolf Lehberger bereits ab 1963. Seine Bandhistorie liest sich fast wie das "Who is Who" der Zweibrücker Musikszene. Gruppen wie "The Be", "Ylem", "Wanted", die "Rock Formation", "Billy Barf & The Vomitones" sowie die in den letzten Jahren äußerst erfolgreiche Band "49ers", in Anspielung auf den Geburtsjahrgang der meisten Bandmitglieder.

"Seit 2008 bin ich mit der ‚2nd bridge blues band' unterwegs. Mit dabei sind meine Freunde Marc Krambach (Schlagzeug), Otmar Klein (Bass) und Andi Rumpf (Gitarre und Texter)".

Die Band hat sich inzwischen in die Herzen der Bluesfreunde gespielt und gesungen. Selbstironie gehört zu ihrer Musik, ausdrucksstark, einfühlsam, authentisch und immer individuell sind sie alle vier Routiniers mit ihrem Instrument.



Beim letzten Konzert vor einigen Tagen bei "Monfred" am Contwiger Schwimmbad vor vielen Zuhörern ging's heiß her.

"Ich bin nicht alt, nur schon lange da", heißt es in einem Song. Und immer nimmermüde am Puls der Zeit. Jetzt ist die Band zum Bluesfestival "Blues am Rand" eingeladen, Blues Open Air in Niederlehme. "Eine große Sache", begeistern sich die Vier.

Eine zweite CD ist auch gerade in Arbeit mit dem Titel "Nett sein". Erscheinen soll sie demnächst, wann genau, soll zu gegebener Zeit bekannt gegeben werden.

Auch in der Freizeit spielt die Leidenschaft zur Musik eine große Rolle für Lehberger. So natürlich auch im Urlaub: "Einen Urlaub ohne Musik kann ich mir nicht vorstellen", sagt Rolf Lehberger. Und auch im Fernsehen bleibt er meist bei Musiksendungen hängen. Ray Carles ist sein Topfavorit. "Sein Einfluss war stilprägend für die Entwicklung von Rhythm and Blues , Blues , Country und Soul", weiß der Musikfreund.