| 22:52 Uhr

„Weniger ist mehr“
Mörderische Kunst in der Galeria Prisma

Bärbel Grub-Hapke und Wolfgang Ohler bei der Lesung in der Kunstausstellung „Weniger ist mehr“.
Bärbel Grub-Hapke und Wolfgang Ohler bei der Lesung in der Kunstausstellung „Weniger ist mehr“. FOTO: Nadine Bröcker
Zweibrücken. Bärbel Grub-Hapke, Michael Dillinger und Wolfgang Ohler lasen im Rahmen der aktuellen Ausstellung. Von Nadine Bröcker

„Mörderische Kunst“ – das klingt nach einer interessanten Mischung, die sich am Freitagabend den Zuhörern in der Zweibrücker Galerie Prisma auch tatsächlich bot. Inmitten der Kunstausstellung „Weniger ist mehr“ hatten Prisma-Mitglied Bärbel Grub-Hapke, Gastkünstler und Autor Wolfgang Ohler sowie Autor und Kleinverleger Michael Dillinger eingeladen.

„Es ist ein Dankeschön von uns an die Gruppe Prisma“, erklärte Ohler, der derzeit selbst seine Malereien als Gastkünstler dort ausstellen darf und als weiteres Dankeschön 20 Exemplare seines Romans „Der König von Laputa“ an diesem Abend stiftete. „Und es geht heute bitterernst zu“, erklärte er mit einem Augenzwinkern und stimmte auf den mörderischen Abend ein. Ganz so bitterernst wurde es anschließend natürlich nicht. Wolfgang Ohler eröffnete die Lesung mit einem Monolog aus „Der König von Laputa“, in dem die Kunst ebenfalls eine große Rolle spielt. Danach war Michael Dillinger mit einer Kurzgeschichte an der Reihe, für die er sich zunächst bei den über 30 Gästen entschuldigen musste, da darin „leider“ keiner zu Tode käme. Mit „Eisblumen“ erzählte er die Geschichte von Günther und seinem Blumenladen, der in seiner Leidenschaft auf seine Art ebenfalls ein Künstler war, dekorierte er doch sein Schaufenster wie ein Maler mit Hingabe seine Pinselstriche setzt. Ein Dialogkrimi folgte, im Duett gelesen von Wolfgang Ohler und Bärbel Grub-Hapke. Darin trafen sich zwei Menschen beim Kurkonzert und gingen der wirklich spannenden Frage nach, was einer der beiden „Ein Magier in besonderer Mission“ wohl von Beruf sein könnte. Ein überraschendes Ende bildete den Höhepunkt der Geschichte, genauso wie auch in der letzten Geschichte, die erneut von Michael Dillinger zu hören war. Mit einem Gläschen Prosecco wurde die Lesung am Ende ausklingen gelassen und die Besucher hatten Zeit für ein kleines Resümee, etwa von Cara Theisinger:. „Es war eine angenehme Stimmung und ein schönes Ambiente, gerade weil die Kunst und die Literatur hier zusammengeführt wurden.“