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Modelleisenbahnclub Zweibrücken (MECZ)
Ein Fest für jeden Spur-Liebhaber

Frank Scherthan (vorne) hofft, dass auch sein Sohn Moritz eine Leidenschaft für sein Hobby Modelleisenbahn entwickelt.
Frank Scherthan (vorne) hofft, dass auch sein Sohn Moritz eine Leidenschaft für sein Hobby Modelleisenbahn entwickelt. FOTO: Margarete Lehmann
Zweibrücken. Der Modelleisenbahnclub Zweibrücken lud am vergangenen Sonntag zur Börse in die Festhalle ein. Das ließen sich einige Hundert Besucher aus der ganzen Region nicht entgehen. Von Peter Fromann

40 Amateure und professionelle Modelleisenbahnfreunde stellten am vergangenen Sonntag in der Festhalle ihre Schätze – alles rund um Modelleisenbahnen, Modellauto & Co – aus, und lockten viele Hundert begeisterte Modelleisenbahner an. Eingeladen hatte der Modelleisenbahnclub Zweibrücken (MECZ), der im Stellwerk Bubenhausen sein Vereinsheim hat. Ob analog oder digital, Eisenbahnanlagen faszinieren unvermindert Groß und Klein. Ein Hobby, in das viel Geld fließen kann, denn Präzisionsobjekte wie modellgerechte, maßstabsgetreue Lokomotiven und dergleichen haben ihren Preis.

Ludwig Landau erzählt von einer fünfstelligen Summe, die er in seine Anlage über die Jahre investiert hat: „Auf einer kleinen Fläche von drei Quadratmetern, mit der zweitkleinsten Modellbahn, der Spur N. Da sitzen in den kleinen Waggons Menschen, die essen oder trinken bei Tischlampenlicht. Die Menschen sind so klein, dass sie mit der Pinzette gehandhabt werden müssen.“ Landau kommt zur Börse, um Schnäppchen zu finden, neue Ware kauft er im Laden um die Ecke. Bevor er etwas kauft, nimmt er es, so weit es geht, auseinander, jede Macke bedeutet einen Preisabzug. „Ich bin ein unbequemer Kunde“, sagt er lachend. Im Foyer der Festhalle steht eine Modellanlage mit zwölf Meter Länge mit Spur N. Was sich da alles zugleich bewegt, kann man mit einem Blick nicht erfassen, es ist eine Welt für sich. Drei Mann des St. Ingberter Modelleisenbahnclubs haben sie in Modulen aufgebaut. Der Club wurde 1987 gegründet. Seit 1996 sind drei Modulanlagen fahrbereit. Der Spaß ist im Verein ungebrochen. Zweijährig führen sie eine eigene Börse durch. Die kleinsten Bahnen sind genauso interessant wie die größte Spur, die Spur G, gleich Gartenspur, die für draußen gedacht ist. Der ausgestellte IC 616 Ludwig Uhland sieht wirklich imposant aus, 200 Stundenkilometer kann er aber im Modell natürlich nicht fahren.

Die Modelle der Spur Z sind fingernagelklein, aber nicht die billigsten, der Preis richtet sich nach ganz anderen Kriterien. Elisabeth Leib aus St. Wendel sagt: „Ich löse meine Sammlung auf, ich habe keine Kinder, ich verkaufe alles und genieße den Lebensabend jetzt ohne Modelleisenbahn.“ Frank Scherthan ist mit seinem Sohn Moritz gekommen: „Ich guck mich einfach mal um, ich suche nichts Spezielles. Ich hoffe natürlich, dass Moritz meine Leidenschaft geerbt hat.“



Die Zweibrücker Eisenbahner sind mit dem Besuch zufrieden. „Wir hoffen dazu auch auf neue Mitglieder“, sagt Vorsitzender Andreas Kiene. Dennis Plickat gestaltet gerade die Homepage neu, „vielleicht nützt das ein wenig“, sagt er. Hoffnungen und Wünsche weckt die Modelleisenbahnbörse also. Das Spektrum reicht von Z bis G, wie bei den Spuren.

www.meczweibruecken.de