| 22:58 Uhr

Kita feiert Jubiläum
Mittelbacher Kita feiert Geburtstag

Die Kinder der Kita Regenbogen treten bei der 25-Jahr-Feier unter anderem als Wikinger auf.
Die Kinder der Kita Regenbogen treten bei der 25-Jahr-Feier unter anderem als Wikinger auf. FOTO: cvw
Zweibrücken-Mittelbach. In den Zweibrücker Kindertageseinrichtungen werden die Weichen für den Nachwuchs mitgestellt. Und das überall mit anderen Schwerpunkten und Besonderheiten. In einer Serie stellt der Merkur die rund 20 Einrichtungen in der Rosenstadt vor. Heute: die Kita Regenbogen in Mittelbach. Von Cordula von Waldow

. In den letzten Wochen gingen die Uhren in der Städtischen Kita Regenbogen in Mittelbach ein wenig anders als sonst. Am Samstag, 9. Juni, feiert die Einrichtung, die von Kindern aus Mittelbach, Hengstbach und Wattweiler besucht wird, ihr 25-jähriges Bestehen.

In das große Fest sind auch alle Kindergartenkinder und Schüler des Hortes Regenbogen mit eingebunden. Unter dem Motto „Movie-Stars, kleine Filmstars ganz groß“, führen sie Szenen aus Wickie oder Biene Maya auf, tanzen als Pipi Langstrumpf, als Rockstars zu Queen oder als Pop-Idole zu dem ABBA-Hit Mama Mia. Acht Inliner-Kinder überraschen mit dem Starlight-Express. Dank der wöchentlichen Englischförderung durch eine externe Fachkraft beginnt die Feier mit englischen Liedern. Die enge Zusammenarbeit mit der nebenan gelegenen Grundschule zeigt sich auch hier: Die Vorführungen finden auf der großen Bühne in der gemeinsam genutzten Schulturnhalle statt. „Wir kooperieren sehr eng mit der Schule“, erklärt Kita-Leiterin Iris Thiery. „Kita Schule – Hand in Hand“ heißt das Motto, unter dem Erstklässler und die Vorschulgruppe Tabaluga gemeinsam an Projekten arbeiten, sich zu kulturellen und anderen Veranstaltungen einladen oder gemeinsame Ausflüge unternehmen. Jede Woche besuchen sich die beiden Gruppen gegenseitig, um zu singen, zu musizieren und Sprechverse/Texte zu erlernen. Bereits 2010 erhielt die Kita Regenbogen das Qualitätssiegel Felix des Deutschen Chorverbundes. Seitdem besteht der Spatzenchor, der auch mit Orff-Instrumenten musiziert und tanzt. Außerdem wurde die Einrichtung nach einer Ausschreibung des Ministeriums für Bildung und Forschung mit Plakette zertifiziert und nennt sich „Haus der kleinen Forscher“. „Die Kinder forschen und experimentieren durch den Erwerb ihrer Ich-Sozial-und Sachkompetenz mit Sinneserfahrungen im Spiel quer durch alle fünf Gruppen“, beschreibt Iris Thiery: die beiden „geöffneten Gruppen“ der Zwei- bis Vierjährigen, der „Vorschulgruppe Tabaluga“ im Alter von drei bis sechs Jahren sowie den beiden Hortgruppen für Kinder von sechs bis 14 Jahren. Diese kommen nach Schulschluss zum Mittagessen in die Kita, werden danach im Schulgebäude in eigenen Horträumen kompetent bei den Hausaufgaben betreut und erfahren eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung, auch in den Schulferien. Aber auch „Kind sein dürfen“ und sich im Spiel frei und ungeleitet von Vorgaben entwickeln, wird in dieser Einrichtung trotz aller Angebote gelebt.

Geforscht und experimentiert wird nicht nur im Kindergarten oder in dem großzügigen Außengelände auf unterschiedlichen Ebenen, sondern auch in der umgebenden Natur und auf dem eigenen Waldgrundstück. Aktuell bewirbt sich die Kita um die Teilnahme zum „Forschergeist 2018“. Der Forscher-Schwerpunkt der älteren Kinder liegt im Bereich MINT mit Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften sowie Technik. Der Lerncomputer „Schlaumäuse“ ermöglicht hier erste Erfahrungen. „Wir arbeiten nach Rahmenplänen und Projekten, sonst ließe sich eine so große Einrichtung für 112 Kinder, davon 72 Kindergartenkinder, mit 14 Mitarbeitern und unterschiedlichen Zusatzqualifikationen der Einzelnen nicht organisieren“, betont die Leiterin. Sie ist sehr glücklich und dankbar für das große Engagement des Elternbeirats und des Fördervereines und die enge Zusammenarbeit. Außerdem fördern Feste und Feiern innerhalb der Gemeinden Mittelbach-Hengstbach sowie Wattweiler einen Zusammenhalt der Vereinsarbeit mit der dörflichen Gemeinschaft.