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Sportbund Pfalz
Mitglieder werden älter, Nachwuchs weniger

In der Top-Zehn der mitgliederstärksten Sportvereine im Sportbund Pfalz taucht mit der VT Zweibrücken ein Club aus der Rosenstadt auf. Er zählt 2410 Mitglieder.
In der Top-Zehn der mitgliederstärksten Sportvereine im Sportbund Pfalz taucht mit der VT Zweibrücken ein Club aus der Rosenstadt auf. Er zählt 2410 Mitglieder. FOTO: Marco Wille; (mw); www.marcowill / Marco Wille
Zweibrücken. Laut der Mitgliederstatistik des Sportbunds Pfalz liegt die Quote aus Einwohnern und Vereinsmitgliedern in Zweibrücken bei rund 33 Prozent, das reicht nur für Rang zwölf von 16. Beim Spitzenreiter Germersheim sind es fast 44 Prozent.

In der Rosenstadt ist laut der Jahresmitgliederstatistik des Sportbundes Pfalz ungefähr jeder dritte Einwohner in einem Sportverein als Mitglied gemeldet: Von den 34 428 Einwohnern macht das also 11 225 Mitglieder (32,6 Prozent), die in 57 Vereinen in den Listen stehen. Was nach verdammt viel klingt, ist aber im landesweiten Vergleich recht wenig. Zweibrücken rangiert mit dem Wert nämlich nur an Position zwölf von 16. Lediglich Speyer (31,26 Prozent), Landau (30,9), Frankenthal (28,97) und Ludwigshafen (25,34) sind schlechter. Ganz vorne in der Statistik liegen indes Germersheim (43,74), Kaiserslautern (42,77) und der Landkreis Südwestpfalz (42,17).

In der Top-Zehn der mitgliederstärksten Sportvereine des Jahres taucht mit der VT Zweibrücken ein Club aus der Rosenstadt auf. Er zählt 2410 Mitglieder, Spitzenreiter ist der 1. FC Kaiserslautern (16 918 Mitglieder). Das Fazit der Mitgliederentwicklung fällt für den Sportbund Pfalz allerdings nicht rosig aus. „Mit 509 033 Sportlern in den pfälzischen Vereinen hat sich der kontinuierliche Rückgang bei den Mitgliederzahlen seit 2001 fortgesetzt“, schreibt Pressesprecher Asmus Kaufmann. Damals habe man den Höchststand mit 549 531 Mitgliedern verzeichnet. Auch die Anzahl der Sportvereine sei erneut zurückgegangen: Gab es im Zeitraum von 2008 bis 2016 immer knapp über 2100 Sportvereine, so gibt es mit 2071 Vereinen 15 weniger als noch im Vorjahr (2086).

Die Sportler werden indes immer älter. Nachdem die Zahl der Senioren im Alter von 61 Jahren und älter in den Sportvereinen im Jahr 2015 die 100 000er Marke erstmals übersprungen hat (101 019), steigen die Zahlen hier auch weiter an. 2017 waren es 103 431 und 2018 sind es jetzt 105 449. Das sind 20,71 Prozent aller 509 033 Mitglieder. Die Aktiven und Jungsenioren (19-60-Jährige) haben Abgänge in Höhe von 3281 Mitgliedern zu verzeichnen (2018: 262 270 Mitglieder; 2017 waren es 265 551 Mitglieder). Diese Gruppe macht mit 51,52 Prozent den Hauptanteil aller gemeldeten Vereinssportler aus. Bei den Kindern und Jugendlichen (bis 18 Jahre) sind die jüngsten Zahlen ebenfalls leicht rückläufig: 2018 sind es insgesamt 141 314 Mitglieder, im Vorjahr waren es noch 142 423. Der Nachwuchs macht heute 27,76 Prozent der Sportler in den Vereinen aus.



Den größten Aderlass in den Fachverbänden verzeichnete der Südwestdeutsche Fußballverband mit 2475 Mitgliedern. Auch der Pfälzer Turnerbund verlor (623), ebenso der Tennis- (388), der Handball- (323) und der Pferdesportverband (189) sowie der Skiverband (222). Mehr Mitglieder als im Vorjahr verbuchten die Sportschützen (358), die Leichtathleten (290), Tischtennisspieler (342) und der Deutsche Alpenverein (312). 2018 liegt der Sportbund Pfalz mit 2071 Mitgliedsvereinen auf genau dem gleichen Stand wie 2002. Der Unterschied: 2002 gab es in diesen Vereinen 548 980 Mitglieder, 2018 sind es somit fast 40 000 Mitglieder weniger. Höchststand bei der Vereinsanzahl war 2010 mit 2124.

Die detaillierte Mitgliederstatistik kann man unter www.sportbund-pfalz.de, in der Rubrik „Sportbund Pfalz“, unter „Vereine, Verbände, Statistik“ einsehen.