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Festival Euroclassic
Mit Max Raabe in die 1920er-Jahre

Max Raabe singt am 15. September in der Festhalle.
Max Raabe singt am 15. September in der Festhalle. FOTO: Euroclassic / euroclassic
Pirmasens/Zweibrücken. Das Programm des 29. Festivals Euroclassic steht fest. Vereinbart wurde auch, dass die Reihe nächstes Jahr weitergeführt wird.

Mit einem Konzert der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz wird das Festival Euroclassic am Sonntag, 2. September, in der Pirmasenser Festhalle eröffnet. Es ist das 29. grenzüberschreitende Festival der Städte Zweibrücken, Pirmasens und Blieskastel sowie der Verbandsgemeinden Zweibrücken-Land und Bitscher Land. Dabei habe der Projektleiter, Zweibrückens Kulturamtsleiter Thilo Huble, wieder ein „vielfältiges und anspruchsvolles Programm“ zusammengestellt, sagte Verbandsbürgermeister Jürgen Gundacker.

Und Euroclassic geht weiter. Die Vertreter der fünf beteiligten Gebietskörperschaften unterschrieben eine Vereinbarung für die Jahre 2019 bis 2022. „Das Festival hat eine lange und gute Tradition“, sagte der Pirmasenser Oberbürgermeister Bernhard Matheis. Dabei habe sich die Reihe zu einem „kulturellen Glanzpunkt der Region mit einer großen Strahlkraft entwickelt“, so Huble.

Das diesjährige Festival steht unter dem Motto „Industrie-Kultur“. Dabei verwies Matheis auf das alte Postgebäude, die das Verteilzentrum der Pirmasenser Schuhindustrie gewesen sei. Im Bitscher Land finden zum Beispiel Konzerte in einer früheren Fabrikhalle in Schweyen oder in einer ehemaligen Glasbläserei in Meisenthal statt, wie der Vizepräsident der Verbandsgemeinde, Jean-Louis Chudz erklärte. Im Bitscher Land sind es sieben Konzerte.



„Das Motto schreit nach bestimmten Spielstätten“, sagte Huble. Und er habe auch die frühere Parkbrauerei oder das Dorndorf-Gebäude im Blick gehabt. Aber die Realität, sprich Sicherheitsvorschriften, habe „einen Strich durch die Rechnung gemacht“. So konzertiert am 15. September Max Raabe mit Liedern aus der Zeit der Weimarer Republik in der Festhalle. „Das ist einer der großen Höhepunkte des Festivals.“ Wobei Huble auch die Konzerte von Stefan Gwildis & Julia Neigel mit der Lumberjack Big Band oder Simon Phillips mit Bill Evans sowie die fünf weiteren Konzerte für Qualität stehen. „Es ist nicht ausgeschlossen, dass es noch ein neuntes Konzert in Zweibrücken gibt.“

Neben dem Eröffnungskonzert erwähnte Matheis von den sechs Veranstaltungen das Konzert des Euroclassic Festival Orchesters. „Das ist eine Art Klassentreffen talentierten und bereits arrivierter junger Musiker.“ In Blieskastel ist seit 13 Jahren die A Capella Nacht in der Bliesgau Festhalle „ein Renner der vier Konzerte. Da sind die Karten ganz schnell weg“, sagte die Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener. Peter Orloff und der Schwarzmeer-Kosaken-Chor geben am 8. September in der Hornbacher Klosterkirche ein Konzert, informierte Gundacker über das Programm mit drei Konzerten in Zweibrücken-Land.

„Wir wollen mit dem Festival auch andere Gruppen in die Konzerte locken“, begründete Matheis die Aufnahme des Kindermusicals die drei ???-Kids. „Wir wollen nicht nur Angebote für die üblichen Konzertbesucher machen“, sagte Huble. Dabei würden auch junge Musiker auftreten. Wie dem Jazz-Train des saarländischen Jugendjazzorchesters in Blieskastel, dem Landesjugendchor in Zweibrücken oder dem Orchester junger Musiker aus der Region Moselle in Bitsch.

Der Etat bewegt sich nach Angaben Hubles zwischen 400 000 und 500 000 Euro. Dabei gebe es bereits eine Zusage des Landes Rheinland-Pfalz über 80 000 Euro. Das Saarland und Frankreich fördern ihre Konzerte mit je 2000 Euro. „Dann sind wir auch auf Sponsoren angewiesen“, sagte Huble. So seien auch die Eintrittspreise im Rahmen der letzten Jahre geblieben.

Der Kartenverkauf für die bisher insgesamt 28 Konzerte startet heute an den Vorverkaufsstellen der Gebietskörperschaften oder im Internet www.ticket-regional.de.

Jule Neigel tritt mit der Lumberjack Big Band und Stefan Gwildis auf.
Jule Neigel tritt mit der Lumberjack Big Band und Stefan Gwildis auf. FOTO: Euroclassic / euroclassic
Achim Hagemann alias Pavel Popolski.
Achim Hagemann alias Pavel Popolski. FOTO: Euroclassic / euroclassic