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Ministerrat stellt Weichen für Reaktivierung der Bahnstrecke Homburg-Zweibrücken

Mainz. Der Ministerrat hat heute die Rahmenbedingungen für eine Beteiligung von Rheinland-Pfalz an der Reaktivierung der Schienenstrecke Homburg-Zweibrücken und deren Einbeziehung in die S-Bahn Rhein-Neckar beschlossen. red

Der Verkehrsminister von Rheinland-Pfalz, Dr. Volker Wissing, sagte laut Pressemitteilung: "Seit vielen Jahren wird über die S-Bahn Homburg-Zweibücken gesprochen - die Landesregierung stellt jetzt die Weichen dafür, dass das Projekt in die Tat umgesetzt werden kann."

"Die S-Bahn-Verbindung ist eine wichtige Verbesserung der Infrastruktur und entscheidend für die Zukunftsfähigkeit der Region Zweibrücken. Die Reaktivierung bringt neue und attraktive Verbindungen nach Kaiserslautern und in den Rhein-Neckar-Raum."

Wissing fügte an, dass der Landesregierung die S-Bahn wichtig sei. "Ich habe mich in den Gesprächen mit dem Saarland dafür eingesetzt, dass die Reaktivierung der S-Bahn möglich wird. Diese Bahn ist für unser Land auch deshalb ein wichtiges Projekt, weil es für eine ganze Region nicht nur den Nahverkehr verbessert, sondern zugleich auch bessere Anbindungen an den Schienenfernverkehr ermöglicht."

Das Kabinett des Saarlandes müsse noch seinerseits über die Reaktivierung der S-Bahn entscheiden, so das Verkehrsministerium.

Die Eisenbahnstrecke Homburg-Zweibrücken ist insgesamt 11,2 Kilometer lang. Zu reaktivieren sind 7,5 Streckenkilometer im Abschnitt Homburg-Einöd. Vorgesehen ist, dass die Bahn im Jahr 2021 den Betrieb aufnehmen kann.

Voraussetzung sei für die Reaktivierung der Bahnstrecke, dass die Nutzen-/Kosten-Untersuchung den Nutzen bestätigt und der Bund damit bereit ist, im Rahmen des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG)-Bundesprogrammes, 60 Prozent der Baukosten zu übernehmen, so die Mitteilung.

Rheinland-Pfalz übernimmt nach dem Beschluss des Ministerrates neben dem eigenen Anteil die Hälfte der Baukosten sowie zeitlich begrenzt der Betriebskosten des Saarlandes und kommt damit dem Nachbarland entgegen. Grund ist, dass Rheinland-Pfalz einen höheren Nutzen von der Strecke hat, auch wenn diese größtenteils durchs Saarland führt.

Auf einen Zeitraum von 20 Jahren gerechnet wird sich Rheinland-Pfalz voraussichtlich mit insgesamt 34 Millionen Euro an den Kosten des Vorhabens beteiligen.

Die Planung für die Reaktivierung der S-Bahn-Strecke ist bereits vorangeschritten. Die nächsten Schritte sind nun die Entwurfsplanung als Grundlage der näheren Kostenberechnung sowie die Genehmigungsplanung, um Baurecht zu erreichen.